Was viele vermutlich noch nicht wussten: Die Phenolglykosiden, die in ihrer Rinde stecken, werden seit altersher als Teil von Arzneien gegen akute und chronische Beschwerden, leichte Erkältungen und Infektionen - und auch gegen leichtes Schädelbrummen verschrieben. Mit dem Stoff Salicin im Rindensaft konnte vor über hundert Jahren die Acetylsalicilsäure entdeckt werden, die auch im Aspirin so manchen Kater verscheucht. Ob das gar das Werk jener guten Geister ist, die, wie viele Insider behaupten, in den Korbweiden wohnen sollen?
Auch wenn manchem Spaziergänger der Schnitt der Kopfweiden im Frühling wie ein Kahlschlag erscheint - er macht gerade bei den „Senioren” unter den Bäumen Sinn: Ohne regelmäßige Pflege könnte sonst der meist hohle Stamm der prachtvollen Exemplare unter der schweren Last der Äste bersten. Außerdem nehmen die Kopfweiden den harten Schnitt nicht krumm, wie man immer wieder sehen kann: innerhalb kürzester Zeit glänzen sie wieder mit neuen, zartgrünen Blättern.
Die schönen Bäume werden indessen nicht nur von den Menschen, sondern auch von einer Vielzahl verschiedener Tiere besonders geschätzt.
Zum Beispiel die Bienen mögen den Nektar der weiblichen Weiden gleich nach den schmackhaften Pollen von Hasel und Erle als willkommene Abwechslung auf ihrem sonst eher kargen Speiseplan. Foto: km