Gröne stammt aus einer Familie, die christliche und jüdische Religion nebeneinander lebte. Erst in den Dreißigerjahren wurde dies massiv zum Nachteil und Verfolgungsgrund. Die damals noch junge Ruth konnte nicht normal eingeschult werden, vorherige Freunde wandten sich von ihr ab. Sie musste die Reichspogromnacht erleben – und über Jahre den nationalsozialistischen Terror. Bis heute lebt Gröne in der Nähe der Schicksalsorte ihrer Familiengeschichte. 1994 wurde in Ahlem ein Mahnmal für ein dortiges Konzentrationslager errichtet, 2014 die Gedenkstäte Ahlem der Region Hannover – Beide Projekte hat Ruth Gröne jahrzehntelang vorangetrieben. 2013 erhielt sie für ihre Arbeit an der Erinnerungskultur und ihr beispielhaftes Engagement für das Gedenken das Bundesverdienstkreuz. Seit 2014 ist sie Trägerin der Ehrennadel der Region Hannover. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, eine Spende willkommen. Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben keinen Zutritt.