Abiturientenjahrgang 2025 aus „gallischen Dorf“ entlassen | Schaumburger Wochenblatt

Abiturientenjahrgang 2025 aus „gallischen Dorf“ entlassen

Die elf besten Abiturientinnen und Abiturienten 2025. (Foto: gk)
Die elf besten Abiturientinnen und Abiturienten 2025. (Foto: gk)
Die elf besten Abiturientinnen und Abiturienten 2025. (Foto: gk)
Die elf besten Abiturientinnen und Abiturienten 2025. (Foto: gk)
Die elf besten Abiturientinnen und Abiturienten 2025. (Foto: gk)

Erneut konnte „ein durchweg erfolgreicher Abiturjahrgang“, der 66. Jahrgang, mit 108 Schülerinnen und Schüler, aus dem Bad Nenndorfer Gymnasium, der Europaschule, entlassen werden, wie Schulleiterin Silke Seidel in ihrer Ansprache vor Schülern und Eltern besonders hervorhob.

Mit einer Eins vor dem Komma verließen 29 Abiturienten die Schule, sieben weitere mit der Fachhochschulreife. Leonie Garbe und Mara Cornils glänzten mit der Traumnote 1,0, gefolgt von Mia Lutz (1,1), Charlotte Degenkolb, Elena Djordjevic, Lena Dohmeyer, Nils Lange und Anton Wenz mit der der Note 1,3, sowie Moritz Lutter, Anita Mantei und Marlon Thake mit einer 1,4. Insgesamt 26 Schülerinnen und Schüler wurden für ihr besonderes soziales Engagement ausgezeichnet.

Dem Schüler-Jahrgangsmotto „Abitrix und Mogelix“ und somit den Comix folgend, schlüpfte die Schulleiterin mit einer entsprechenden Kopfbedeckung in die Rolle von Majestix, der Vorsteherin eines gallischen Dorfes, mit dem sie das Gymnasium in ihrem Erleben des Jahrgangs beschrieb. Da konnten durchaus „offene Feldschlachten und frontale Angriffe“ seitens der Gallier erlebt werden. Letztlich sei alles gut ausgegangen und „den entscheidenden Beitrag zum gallischen Sieg“ hätte die Schüler letztlich selbst geleistet. „Manche auch mit großem Einsatz bei der Nachprüfung“, so Seidel. Dabei hob sie mit Dank auch die Leistung der Eltern als „mutmaßliche Versorger“ hervor. Und weiter: „Sie sind jetzt fit für die Welt. Durch die Bildung wurde der Horizont entsprechend erweitert und vorbereitet. Man muss das leben vorwärts leben, auch wenn wir es erst rückwärts verstehen“, legt sie den Schülerinnen und Schülern sowie Eltern ans Herz. Den Eltern riet sie, ihre Kinder loszulassen. Den Schülern gab sie den Rat: Das Leben ist eine ständige Reise, weniger ein Ziel. Setzen Sie sich für andere ein und bleiben Sie siegreich.“

Bevor Bürgermeisterin Marlies Matthias gemeinsam mit Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt die besten Abiturienten mit einem Präsent der Stadt auszeichnete, erinnerte Matthias die Abiturienten daran, dass sie aus einer Europaschule kommen und in Zukunft nicht nur „Friede, Freude, Eierkuchen“ vorfinden werden. „Aber die Zukunft liegt auch in Ihren Händen. Haben Sie den Mut, nicht nur jemand zu werden, sondern auch zu sein. Schauen Sie nach allen Seiten und nicht nur einseitig. Genießen Sie das Leben. Sie werden gerade in dieser Zeit mit Ihrem Fachwissen sehr gefragt sein.“

„Ihr seid die eigenen Helden der Abitursache“, denn der Weg zum Abitur ist wie ein Marathon, für den Mut braucht, aber auch Teamgeist und Durchhaltevermögen, hob Mike Schmidt in seiner Ansprache an die Schulabsolventen hervor. Mit Wissen ausgestattet könnte es durchaus sein, dass eines Tages hier und da ein ehemaliger Schüler ein Start-Up beginnt oder sogar ein „Minister“ wird. Auf jeden Fall wünscht er allen, dass sie „neugierig bleiben, auch wenn sich das gallische Dorf verändert. Denn das Dorf, dass ihr heute verlasst, bleibt ein Teil von euch.“ Schmidt ließ es sich auch nicht nehmen entsprechend humorvoll seinen Dank dann alle dafür auszusprechen, dass sie „den Weg zur Entlassfeier trotz der vielen Baustellen in und um Bad Nenndorf gefunden haben“.


Winfried Gburek
Winfried Gburek

Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt

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