Schaumburger Wochenblatt
  1. Bückeburg erwartet die Besucher aus nah und fern

    Sonntag: Tag des offenen Denkmals / 26 Kulturdenkmäler öffnen ihre Türen

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    BÜCKEBURG (hb/m). Zum Tag des offenen Denkmals lädt die Schaumburger Landschaft am Sonntag, 14. September, von 10 bis 18 Uhr, gemeinsam mit den Eigentümern der Denkmale, der Stadt Bückeburg und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden nach Bückeburg und Umgebung ein. Anlass ist der europaweit durchgeführte Tag des offenen Denkmals in Verbindung mit dem Entdeckertag der Region Hannover. An 26 beteiligten Denkmalen können die Besucher aus nah und fern auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte gehen.

    Rathaus: Der anspruchsvolle Neorenaissancebau wurde 1905 und 1906 nach Plänen des hannoverschen Architekten Alfred Sasse errichtet, nachdem das alte Fachwerk-Rathaus von 1607 abgerissen worden war. Der Marktplatz gilt bis heute als einer der städtebaulich gelungensten Plätze in Deutschland. Von 11 bis 17 Uhr ist die Besteigung des Rathausturms möglich. Auf der Bühne am Marktplatz erwartet die Besucher ein buntes Programm. Von 11 bis 16 Uhr werden stündlich Führungen durch die Stadt angeboten.

    Residenzschloss: Als Wasserburg 1302 angelegt, erlebte das Schloss eine wechselvolle Geschichte, war zunächst befestigt und wurde schließlich Ende des 16. Jahrhunderts zum Schloss umgewandelt und immer wieder umgebaut. Das Schloss kann durchgehend ohne Führung besichtigt werden. Im Ostflügel des Schlosses ist seit 1961 das Staatsarchiv zu Hause. Im Foyer wird eine Ausstellung zum Thema "Adrian de Vries, Fürst Ernst und die Residenz Bückeburg" gezeigt. Durch die Fürstliche Hofreitschule wird die barocke Pracht wiederbelebt.

    Mausoleum: Es wurde am Rande des Schlossparks von 1913 bis 1915 erbaut.

    Landesmuseum: Der Fachwerkbau an der Langen Straße von 1562/63 gehört zu den ältesten Häusern der Stadt. Seit 1905 ist hier das Landesmuseum für Schaumburg-Lippische Geschichte, Landes- und Volkskunde untergebracht.

    Ehem. Grimmesche Hofbuchdruckerei: Das Gebäude an der Langen Straße ist eines der wenigen nahezu im Original erhaltenen Gewerbebauten aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.

    Evangelische Stadtkirche: Die Stadtkirche, 1610 bis 1615 unter dem Fürsten Ernst zu Holstein-Schaumburg errichtet, gehört zu den bedeutenden evangelischen Kirchenbauten nach der Reformation. Um 12.30, 13, 14, 16 und 17 Uhr werden Führungen durch die Kirche angeboten.

    Alte Lateinschule: Der zweigeschossige Massivbau der Renaissance an der Schulstraße wurde unter Fürst Ernst 1613/14 als Lateinschule erbaut. Nach mehrfachem Umbau – zuletzt 1987 – zog die Stadtbücherei in die alte Lateinschule ein.

    Herderhaus: In dem schichten Fachwerkhaus in der Herderstraße 27 lebte Johann Gottfried Herder mit seiner Frau während seiner fünfjährigen Tätigkeit als Konsistorialrat und Hofprediger.

    Villa Rosenfeld: Die repräsentative Villa aus Backstein in der Ulmenallee 24 wurde 1892 im Schweizer Villenstil erbaut.

    Villa Hirschfeld: Das Gebäude wurde um 1893 im Stil der italienischen Renaissance als zweigeschossiger Kubus mit Sockelgeschoss errichtet.

    Lülingsche Villa: Der Sektfabrikant August Lüling kam 1876 als Rentier nach Bückeburg und errichtete in der Herminenstraße 17f die "Villa Harrl". In den Gebäuden ist heute die Bernd-Blindow-Schule untergebracht.

    Jüdischer Friedhof Bückeburg: Der jüdische Friedhof an der Birkenallee wurde 1793 zum ersten Mal erwähnt. Die Gräber sind stille Zeugen der Verfolgung der Bürger jüdischen Glaubens in Bückeburg.

    Wohnhaus in der Trompeterstraße 22: Das Fachwerkhaus wurde 1696 errichtet und im Rahmen der Innenstadtsanierung vorbildlich saniert.

    Neue Straße: Die Neue Straße wurde 1609 durch den Fürsten Ernst angelegt und diente vor allem als Handwerkeransiedlung.

    Münchhausenhof/Hubschraubermuseum: Lehensträger dieses Burgmannshofes war seit 1463 die Familie von Münchhausen. 1971 wurde hier das Hubschraubermuseum eröffnet, das über die Geschichte und Entwicklung der Drehflügler berichtet und 44 Hubschrauber aus verschiedenen Epochen zeigt.

    Bahnhof: Um Bückeburg und Stadthagen an die Bahnlinie Hannover-Minden anschließen zu können, finanzierte Fürst Georg zu Schaumburg-Lippe den Bau der Bahn durch sein Land selbst. 1847 fuhr der erste Zug in Bückeburg ein.

    Jetenburger Kirche: Bereits 1153 wird die Jetenburger Kirche genant.

    Meierhof Selliendorf: Der Meierhof in der Steinberger Straße 56 in Selliendorf wurde schon 1526 zum ersten Mal urkundlich ewähnt.

    Fachwerkhaus am "Forst Sandfurt": Das kleine Vierständerfachwerkhaus mit Rundwalm liegt abseits am Rand des Forstes Sandfurt im Bereich der Klus (Röcke), der ehemaligen Grenze zwischen Schaumburg-Lippe und Preußen.

    Fachwerkhaus in Berenbusch: Das Vierständer-Fachwerkhaus am Kiesweg von 1870 ist eines der ältesten erhaltenen Kleinbauernhäuser in Berenbusch.

    Burg Arnheim in der Bückeburger Niederung, Evesen: Der Schaumburg-Lippische Heimatverein und der Heimatbund der Grafschaft Schaumburg mit seiner Arbeitsgruppe Archäologie stellen ur- und frühgeschichtliche Relikte des Schaumburger Landes vor.

    Hof Wöpking: Das Hauptgebäude des Hofes an der Eveser Straße in Petzen wurde 1876 als Fachwerk-Vierständerhaus errichtet und 1923 umgebaut und erweitert.

    Evangelische Kirche Petzen: Die heutige Kirche wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts als romanische Saalkirche in Bruchsteinmauerwerk errichtet und ist damit die älteste Kirche in Bückeburg.

    Rethof: Der Rethof, außerhalb des Dorfverbandes von Scheie gelegen, wird bereits 1388 erstmalig genannt und gehört damit zu den wenigen urkundlich belegten Höfen von Scheie.

    Fachwerkgebäude: Das Vierständer-Fachwerkhaus eines landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebes in der Hauptstraße 20 in Scheie stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

    Meierhof Achum: Der Meierhof an der Nordtorstraße in Achum wurde um 1649 als Zweiständer-Fachwerkhaus erbaut. Das Fachwerkhaus ist das älteste Gebäude in Schaumburg. Foto: pr/hb

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