BAD NENNDORF. Seit mehr als einem Jahr laufen bei dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) Einwohnerdaten aller Meldebehörden in Deutschland zusammen. Ziel ist es, allen im Bundesgebiet gemeldeten Personen eine lebenslang gültige Steueridentifikationsnummer zuzuordnen. Derzeit ist das BZSt damit beschäftigt, 80 Millionen Briefe an alle Bundesbürger zu verschicken. Der Versand der Bescheide erfolgt chronologisch nach Postleitzahlen. Wie das Bürgerbüro der Samtgemeinde meldet, sind die Briefe für den Bereich der Samtgemeinde Nenndorf seit dem vergangenen Wochenende größtenteils zugestellt worden. Bei der Fülle der transferierten Daten ist es dabei zu einem Verarbeitungsfehler gekommen. Bei Personen, die in deutschen Gebieten geboren worden sind, die sich infolge der Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges inzwischen in Polen befinden, wurde versehentlich als Geburtsland „Polen” eingetragen. Das Bürgerbüro weist darauf hin, dass die Falschangabe ausschließlich das Geburtsland, und nicht wie vereinzelt angenommen die Staatsangehörigkeit betrifft. Steuerrechtlich hat der Fehler keine Bedeutung. Wenn betroffene Bürger dennoch ihren Bescheid geändert haben möchten, kann dies im Bürgerbüro der Samtgemeinde manuell erfolgen. Ein neuer Bescheid wird vom BZSt grundsätzlich nicht ausgestellt. Außerdem sind bei verheirateten Personen, die einen Ehenamen führen, die Geburtsnamen nicht in den Bescheid des BZSt übertragen worden. Die Namen werden aber dennoch bei der Steuerbehörde geführt.