Aufgeteilt in verschiedenen Gruppen konnten sich die Jungen und Mädchen der fünften Klassen einen ganzen Vormittag lang mit mathematischen Problemstellungen beschäftigen. Die Aufgaben waren von Mitschülern der siebten, achten und neunten Mathematik-Schwerpunktklassen ausgearbeitet worden. Themen wie „Messen, Daten – eine Zahlen-Schulrallye”, „Zauberspiele”, „Codes und Codierungen” oder „Betrachten von Fraktalen” standen zur Auswahl.
Das theoretische Zahlenjonglieren blieb bei diesem Projekttag für die Fünftklässler vor den Klassentüren verbannt. Es ging vielmehr darum, auch diejenigen Schüler zum Mitmachen zu motivieren, die im normalen Schulalltag eher weniger Spaß am Umgang mit Zahlen und Formeln haben. Diese Zielsetzung wurde auf jeden Fall durch die pfiffige Umsetzung von Aufgaben und die Vielfalt der Angebote erreicht.
Wie anfangs bereits erwähnt: Da wurde in einem Klassenraum Broccoli und Blumenkohl in immer kleinere Stücke zerteilt. „Die Form verändert sich nicht, auch wenn die Stücke immer kleiner werden”, stellten zwei Schüler zum Thema „Selbstähnlichkeit” (Fraktale) in der Natur fest. Bei anderen Angeboten wurde gezaubert, geknobelt oder es wurden Morsezeichen abgesetzt. „An unserer Schule unterrichten 104 Lehrer, wir haben 192 Räume und insgesamt 2010 Stühle”, konnte ein anderer Schüler aus der Gruppe „Messen und Daten” berichten.
Die Fachlehrer Stefan Schwiering, Henning Rohde, Markus Hoffmann und Heide Klahn-Quensell hatten zusammen mit den Schülern der Schwerpunktklassen den Projekttag ausgearbeitet. Der Eifer der Jungen und Mädchen aus den fünften Klassen hat ihnen bestätigt, mit ihren Konzepten voll den Geschmack der jungen Teilnehmer getroffen zu haben.
Bestens angekommen ist auch eine Sonderausstellung im Forum des Gymnasiums zum Thema „Jahr der Mathematik”. Im Auftrag der Arbeitgeberorganisation „Gesamtmetall” hat der Grafiker und Künstler Eugen Jost einen „Mathematik Kalender” geschaffen. Auf den quadratischen Kalenderseiten werden auf spielerische Art ein Dutzend bedeutsamer Themen aus der Mathematik behandelt. Wie gut sich Kunst und Mathematik verknüpfen lassen, wurde durch die Ausstellung anschaulich dargestellt. Foto:pd