Schaumburger Wochenblatt
  1. Mausoleum soll mit EU-Geld instandgesetzt werden

    Bewerbung um Aufnahme in Leader-Projekt

    Dieser Eintrag wird bereitsgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    LINDHORST. Einmütig hat der Rat der Gemeinde Lindhorst den Beschluss gefasst, sich um Aufnahme in das Leader-Projekt der Europäischen Union zu bewerben. Ziel der Bewerbung ist eine Bezuschussung der Instandsetzung des stark sanierungsbedürftigen und denkmalgeschützten Mausoleums im Ortsteil Ottensen. Das Leader-Projekt ist eine 1991 ins Leben gerufene Initiative der Europäischen Union, die sich die Förderung innovativer Projekte im ländlichen Raum auf die Fahnen geschrieben hat. Sie will auf diese Weise die Entwicklung ländlicher Regionen vorantreiben.

    Deutlich sichtbar: der Eingangsbereich zum Mausoleum ist seit längerem zugemauert.

    Herabfallende Äste haben dem Dach erheblich zugesetzt.

    Herabfallende Äste haben dem Dach erheblich zugesetzt.

    Das Mausoleum in Ottensen wurde vor nahezu sechzig Jahren von dem Ziegeleibesitzer Oskar Philippson erbaut. Heute ist das in hohem Maße renovierungsbedürftige Mausoleum als Baudenkmal geschützt. Der eingeschossige Ziegelbau mit einem siebeneckigen Grundriss verfügt über ein spitz zulaufendes Dach. Die Türöffnung im vorgelagerten Eingangsbereich wurde vor einiger Zeit mit Ziegelsteinen zugemauert. Das Dach wurde an etlichen Stellen von herabfallenden Ästen erheblich beschädigt. Das Gebäude befindet sich in einem dichten Fichtenwäldchen.

    Bei einer Instandsetzung soll das Dach saniert und das Sichtmauerwerk ausgebessert werden. Im Eingangsbereich wird eine Metall-Gitter-Konstruktion eingebaut, die ebenso wie die mit Gittern geschützten Fenster den Blick in das Innere des Gebäudes ermöglicht. Das Denkmal soll durch einen neu einzurichtenden, zwei Meter breiten Weg zugänglich gemacht werden und eine Infotafel wird über die Geschichte des Gebäudes Auskunft geben. Sollte das Vorhaben in das europäische Leader-Projekt aufgenommen werden, ist mit einem Zuschuss von rund 15.500 Euro zu den Gesamtkosten zu rechnen. Eine Förderung von Seiten des Landkreises ist voraussichtlich nicht zu erwarten, da sich das Mausoleum in privatem Eigentum befindet. Somit müsste die Gemeinde Lindhorst etwa 21.500 Euro aus eigenen Mitteln beisteuern. Foto: privat

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an