Der Rat der Gemeinde Lindhorst möchte nun die rund 150 Meter lange unbefestigte Wegstrecke für Radfahrer herrichten und mit einer zwei Meter breiten Bitumendecke versehen. Dies soll mit finanzieller Hilfe des Leader-Projekts geschehen. Das Leader-Projekt ist eine 1991 ins Leben gerufene Initiative der Europäischen Union, die sich die Förderung innovativer Projekte im ländlichen Raum auf die Fahnen geschrieben hat. Sie will auf diese Weise die Entwicklung ländlicher Regionen vorantreiben. Einstimmig beschloss der Rat auf seiner jüngsten Sitzung, sich um die Aufnahme in das Projekt zu bemühen. Wäre die Gemeinde damit erfolgreich, so könnte sie bei Gesamtkosten in Höhe von veranschlagten 20.800 Euro mit einem Zuschuss in Höhe von 8.750 Euro aus dem Leader-Topf rechnen. Steigt auch der Landkreis in die Baumaßnahme mit ein, dies wurde im Rahmen einer Vorprüfung in Aussicht gestellt, flösse von dort voraussichtlich ein Zuschuss von 6.025 Euro, so dass für die Gemeinde ein Eigenanteil von ebenfalls 6.025 Euro zu finanzieren wäre. SPD-Fraktionssprecher Horst Schimmelpfennig bat die Verwaltung darum, einen Poller zu Beginn der Radstrecke anzubringen, um so keinen Autoverkehr auf dem Radweg zuzulassen. Eine Bitte, der sich CDU-Sprecher Burkhard Pieper anschloss. Zwei Anlieger sollen einen Schlüssel erhalten, damit sie den Poller bei Bedarf aus dem Weg räumen können.
Kommt es zur Verwirklichung des Projekts, dann kommt die Gemeinde auch der von Radfahrern geäußerten Kritik entgegen, die Wegnutzung sei in der Dunkelheit zu gefährlich, denn SPD-Ratsherr Klaus Baxmann regte an, zumindest zwei Straßenlampen auf dem durch die Feldmark und entlang des Sportgeländes führenden Weg aufzustellen, um so das Radeln bei Dunkelheit zu erleichtern. Dies sei im Vorfeld bereits im Bauausschuss erörtert worden. Holger Mensching ergänzte den Hinweis mit der vielleicht nicht ganz ernst gemeinten Anregung, dann doch gleich die gesamte Wegstrecke bis nach Ottensen mit Hilfe von Straßenlaternen auszuleuchten - ein Gedanke, der im Rat allerdings auf fruchtbaren Boden fiel. Auf diese Weise wäre der Weg auch für Schüler nutzbar, da ein Radweg entlang der Straßenverbindung nach Ottensen kaum kurzfristig zu realisieren wäre. Burkhard Pieper wies darauf hin, dass solch ein Vorhaben in die Zuständigkeit des Landes fallen würde, da es sich bei der Straße um eine Landesstraße handele. Foto: privat