Ab 2010 werden die Sportvereine in der Samtgemeinde Nenndorf zur Kasse gebeten. Dies wurde ihnen in der vergangenen Woche schriftlich mitgeteilt. In diesen Schreiben ist von sechs Euro pro Hallenstunde die Rede, die den Nutzern der Kreissporthallen in Bad Nenndorf sowie der Sporthallen in Waltringhausen und Haste in Rechnung gestellt werden. Die Vorstände der Vereine rechnen jeweils mit mehreren Tausend Euro an zusätzlichen Kosten. Die größte Rechnung mit fast 7000 Euro erwartet die rein aus Kindern und Jugendlichen bestehende JSG Nordschaumburg. Der Samtgemeindeausschuss hat in nicht-öffentlicher Sitzung Anfang November die Entscheidung gefällt. Der zuständige Jugendausschuss wurde nicht einberufen. Die Sportvereine wollen die Übernahme der Hallengebühren oder zumindest eine Bezuschussung durch die jeweils zuständigen Gemeinden Haste, Hohnhorst, Suthfeld oder die Stadt Bad Nenndorf beantragen. Sollten die Gremien der Mitgliedsgemeinden unterschiedlich entscheiden, könnte beispielsweise eine Übungsgruppe zur Kasse gebeten werden, während die Gebühren für die Mannschaft, die eine Stunden später in der gleichen Halle trainiert, übernommen werden. Die Vorstände der Sportvereine haben mögliche Szenarien bereits durchgespielt. Neben der Überlegung, auf Hallenzeiten komplett zu verzichten und Gruppen zusammen zu legen, wird erwogen, Sportarten mit viel Hallenzeit komplett aus dem Angebot zu nehmen. Sie befürchten zudem, dass ihnen die finanzielle Grundlage entfallen könnte, falls ihnen durch eine notwendige Beitragserhöhung passive Mitglieder verloren gehen. Gerade diese Förderer helfen den Sportvereinen die kostenintensive Jugendarbeit aufrechtzuerhalten.