„Ich kann es gar nicht glauben, dass wir schon so viele Jahre verheiratet sind,” sagte Karoline Asche gestern. Gemeinsam mit ihrem Mann Friedrich blickt sie gespannt in die anstehenden Festlichkeiten. Denn auf Asches warten sicher jede Menge Überraschungen. Beide sind in der Region geboren, aufgewachsen und gestalten vor Ort ihr Familienleben. Dreimal wechselten sie ihren Wohnort: Das junge Paar lebte zunächst in Beckedorf-Ottensen, zog dann nach Lindhorst und wohnt nun in Bad Nenndorf. Fest verbunden sind Asches mit der Kirchengemeinde Beckedorf. „Der Glaube hat uns immer getragen,” sagte Karoline Asche auf die Frage, was das Geheimnis ihrer langen Ehe ist. Auch in schweren Zeiten habe Jesus Christus sie wieder zusammengebracht. Jeden Morgen starten Asches mit einer kleinen Andacht in den Tag. Sie sind dankbar für ihre Kinder und Enkel. „Jetzt im Alter merken wir, wie wertvoll sie sind,” sind sich Asches einig. Friedrich Asche ist bis heute in viele Gruppen und Vereinen engagiert. Besonders am Herzen liegen ihm die Kontakte im Glauben.
Als Kirchvorsteher in Beckedorf hat er Partnerschaften mit zwei Kirchengemeinden in der ehemaligen DDR aufgebaut. Drei Patenkinder sind aus dieser Zeit bis heute mit Asches verbunden. Doch damit nicht genug: Insgesamt 13 Patenkinder gehören in den großen Kreis der Asches. Während Friedrich Asche über die Jahre neben seinem Beruf ehrenamtlich in Vereinen und Kirche tätig war, hat sich Karoline Asche manchmal in die eigenen vier Wände zurückgezogen. Allerdings nicht, um Trübsaal zu blasen. Die Früchte des Gartens verarbeitet sie bis heute zu Säften, Gelee und Marmeladen. „Der Keller ist voller Leckereien,” freut sich ihr Sohn Horst Asche. Ihr gedeckter Apfelkuchen sei „in der Szene” bekannt, geschätzt und unübertroffen. Zum großen Ehrentag wird Karoline Asche aber nicht in der Küche stehen.
Am kommenden Freitag lassen sich Asches und ihre Gäste verwöhnen. Vorher feiern sie einen Gottesdienst in der Beckedorfer Kirche. Um Danke zu sagen, für das größte Geschenk ihres Lebens.
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