In diesem Jahr hieß das Thema des Projektes „Farben mit allen Sinnen erleben”. Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt und so wurde bereits im Februar in der BBS Rinteln ein offener Ateliertag durchgeführt. Die Schüler wählten sich das Farbenspektrum des Farbkreises aus und malten jeweils zu einer Farbe ein Bild mit Acrylfarben auf Leinwand. „So kann man die Farben und auch ihre Wirkung regelrecht erleben und experimentell entwickeln”, freute sich Marie-Theres Bockhorst-Thöne als Lehrerin der BBS. Auch Handhabung der verschiedenen Hilfsmittel für Strukturen und Effekte wurden erprobt. Es ergab sich eine kleine Zeitressource, so dass alle „Action-Painting” frei nach Jackson Pollock durchführen konnten.
Wichtig für die Zusammenarbeit ist auch, dass einmal die Berufsschülerinnen und -schüler ihr „Hausrecht” in der eigenen Schule genießen, dann jedoch auch als „Gäste” in der PLSW unter dem Hausrecht der Menschen mit Behinderung empfangen werden. Für die Beschäftigten in den Werkstätten eine wichtige Erfahrung, denn hier kennen sie sich aus und können ihr Wissen an die FOS-Schüler weitergeben.
Die 2. Gruppe der FOS-Schüler arbeitete direkt im Werkstattbereich, um mit den Schülern Bilder an vier Stationen zu gestalten. Die PLSW-Schüler erfuhren Jahreszeiten durch fühlen, riechen, schmecken und versuchten dann ihre Sinneseindrücke in der jeweiligen Farbe auf der Leinwand mit Farben zu gestalten. So entstanden vier gestaltete Leinwände. Anschließend wurde gemeinsam gegessen. „Durch die gute Zusammenarbeit mit der PLSW kann immer mehr und mehr Integration gelingen”, freute sich Schulleiter Herbert Habenicht. Vorurteile, aber auch Hemmschwellen können abgebaut werden. Während des gesamten Schuljahres sind außerordentliche gute Kontakte entstanden, die zeitweilig auch in gemeinsamen Pausengesprächen endeten. Marie-Theres Bockhorst-Thöne dankte insbesondere Susanne Terner, die als Motor der Kooperationspartnerschaft gilt.
Eine Kooperation, die auch vom neuen Betriebsstättenleiter Markus Sterenberg weiter geführt wird. Für die BBS ist die Partnerschaft ein wunderbares Beispiel für die eigene Stärke: „Wir pflegen enge Beziehungen zu allen unseren Ausbildungsbetrieben und haben mit der PLSW einen besonders kompetenten Partner für den Umgang mit behinderten Menschen”, so Habenicht.
Ein positiver Nebeneffekt der Partnerschaft: „Manchmal haben wir auffällige Schüler, die die Behinderten blöd anmachen. Die werden dann aus ihrem Unterricht geholt und in den gemeinsamen Unterricht mit den Behinderten integriert und so entsteht gegenseitiges Lernen vom Feinsten!”Foto: ste