Im Rahmen eines aktiven Schulprojektes wollen die jungen Leute eine originale Blumenuhr nach den Plänen von Carl von Linné bauen. Der schwedische Botaniker hatte entdeckt, dass bestimmte Blumen und andere Pflanzen zu verschiedenen Tageszeiten blühen - und verblühen. In die richtige Ordnung gebracht, lässt sich mit dieser Erkenntnis tatsächlich eine Uhr bauen, die ohne Zeiger dem wissenden Betrachter die Uhrzeit angibt. Man sagt Linné nach, er habe mit seiner Blumenuhr die Zeit auf fünf Minuten genau bestimmen können. Ob das bei der Blumenuhr in Exten auch der Fall sein werde, so Initiator und Gastgeber Dietrich von Blomberg, das stehe noch in den Sternen. Konkret indessen seien aber schon die Gedanken der Schüler zur Gestaltung. Nach dem das Gelände erkundet und der Standort festgelegt war, gab es eine lebendige Diskussion über das Projekt.
Zunächst wurden richtige Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den verschiedenen Aspekten befassen sollen.
Auch eine mögliche Klassenfahrt an den Bodensee wurde besprochen, denn dort, auf der Blumeninsel Mainau, steht deutschlandweit die wohl einzige originale Blumenuhr nach den Plänen von Linné - dem es übrigens auch zu verdanken ist, dass alle Pflanzen einen lateinischen Namen haben. Der Schwede war der Begründer der wissenschaftlichen Nomenklatura in Botanik und Zoologie.Zum Abschluss der Exkursion gab es in der Orangerie für alle Schüler Limonade und Muffins - „denn Gartenluft,” so Dietrich von Blomberg, „macht bekanntlich hungrig.” Die Blumenuhr soll zum Gartenfestival „Jardin ouvert” Ende August fertig sein.