„Aufgrund des alarmierenden Anstiegs der E-Scooter-Unfälle wird es dringend notwendig, vor allem junge Verkehrsteilnehmer umfassend über Verkehrssicherheit aufzuklären und gezielt auf Risiken hinzuweisen,” - mit diesem Anspruch kam die Silvesterinitiative aus Rintel auf das Schaumburger Wochenblatt hinzu. Schnell entstand die Idee zur Initiative „Lieber uncool als tot“. Sie propagiert nicht nur das Helmtragen, sondern auch eigentlich selbstverständliche Regeln, wie dass man nur allein auf einem E-Scooter fährt, oder das Beachten der Verkehrsregeln und die Rücksichtnahme auf Andere.
In Deutschland stieg die Zahl der polizeilich erfassten E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden 2024 auf 11.944 Fälle, ein Plus von 26,7 Prozent gegenüber 2023, wobei 27 Menschen ums Leben kamen. Für 2025 deuten regionale Statistiken auf einen weiteren Anstieg hin.
Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) regelt seit 2019 den Einsatz: E-Scooter dürfen maximal 20 km/h fahren, benötigen eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Kraftfahrt-Bundesamts, Haftpflichtversicherung mit Plakette, Lenkstange, zwei Bremsen sowie Vorder- und Rückbeleuchtung. Mindestalter beträgt 14 Jahre; Fahren auf Radwegen oder Fahrbahn ist erlaubt, Gehwege verboten – Verstöße kosten Bußgelder bis 70 Euro oder mehr bei Alkohol/Drogen. Ab 2027 müssen neu zugelassene Modelle Blinker haben; Abstellen in Fußgängerzonen wird strenger reguliert.

Idee der Silvesterinitiative

Das Schaumburger Wochenblatt unterstützt als Medienpartner die neue Aktion der Rintelner Silvesterinitiative und veröffentlicht in der kommenden Ausgabe vom 7./8. März weitere Infos zu den geplanten Aktionen des ehrenamtlichen Helfervereins gegen diese E-Scooter-Risiken. Der Verein hat sich neu aufgestellt, um künftig mehr Handlungsspielraum für derartige Aufklärungsprojekte zu haben, ausgelöst durch den tragischen Unfall der 14-Jährigen Charlotte aus dem Auetal.
Der Verein plant, unter anderem Jugendliche mit Helmen und reflektierenden Westen auszustatten, Fahrsicherheitstrainings anzubieten und Fahrzeuge technisch prüfen zu lassen; ein Versicherer informiert zu Absicherungen. Als Anreiz kommt eine Aktionsphase mit Gewinnspiel für registrierte, sicher ausgerüstete Fahrer. Die Initiative appelliert nun an Bürger, Unternehmen und Partner für Finanzierung oder weitere Ideen sich zu melden: www.silvesterinitiative.de oder silvesterinitiative-rinteln@web.de.