Zahl der Unfälle in Schaumburg rückläufig | Schaumburger Wochenblatt

15.04.2026 14:08

Zahl der Unfälle in Schaumburg rückläufig

Verkehrsunfall zwischen Pkw und E-Scooter auf der Rintelner Straße in Bückeburg aus dem Jahr 2025. (Foto: privat)
Verkehrsunfall zwischen Pkw und E-Scooter auf der Rintelner Straße in Bückeburg aus dem Jahr 2025. (Foto: privat)
Verkehrsunfall zwischen Pkw und E-Scooter auf der Rintelner Straße in Bückeburg aus dem Jahr 2025. (Foto: privat)
Verkehrsunfall zwischen Pkw und E-Scooter auf der Rintelner Straße in Bückeburg aus dem Jahr 2025. (Foto: privat)
Verkehrsunfall zwischen Pkw und E-Scooter auf der Rintelner Straße in Bückeburg aus dem Jahr 2025. (Foto: privat)

Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg hat ihre aktuelle Verkehrsunfallstatistik 2025 für ihren Zuständigkeitsbereich vorgestellt. Kurz zuvor waren bereits die Unfallzahlen für Niedersachsen veröffentlicht worden. Die wichtigsten Ergebnisse der Unfallzahlen sind in landkreis-spezifischen Erklärungen zusammengefasst. So kann man allgemein sagen, dass die Zahl der Unfälle in Schaumburg rückläufig sind.

Im Landkreis Schaumburg verunglücken aber immer mehr Menschen mit E‑Scootern, und das, obwohl die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt erneut gesunken ist. Die Verkehrsunfallstatistik 2025 weist die elektrischen Roller als wachsende Risikogruppe aus.

Deutlich mehr Unfälle mit E‑Scootern
In den vergangenen Jahren hat die Nutzung von E‑Scootern im Landkreis sichtlich zugenommen, wo man sie vor einigen Jahren noch gar nicht sah, gehören die E-Roller nun zum Stadtbild. 2025 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle in Schaumburg mit E‑Scooter‑Beteiligung von 34 auf 54. Damit verzeichnet die Polizei binnen eines Jahres einen Zuwachs um gut 59 Prozent, während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle von 3.878 auf 3.789 zurückging.
Bei den 54 E‑Scooter‑Unfällen im Jahr 2025 wurden 49 Personen leicht und fünf Personen schwer verletzt. Im Vorjahr waren es 31 Leichtverletzte und drei Schwerverletzte. Tödliche Unfälle mit E‑Scootern hat es im Landkreis bislang nicht gegeben.

Weitere Zweiradunfälle
Die Statistik ordnet E‑Scooter in die Rubrik „Risikogruppe: Zweiräder“ ein, zusammen mit Fahrrädern, Pedelecs und Motorrädern. Während die Zahl der Unfälle mit Fahrrädern und Motorrädern 2025 gesunken ist, zeigt der Trend bei E‑Scootern nach oben. So nahm die Zahl der Verkehrsunfälle mit Motorrädern über 125 ccm von 74 auf 57 ab, bei Fahrrädern sank sie von 150 auf 121.
Die Polizei verweist darauf, dass E‑Scooter im Straßenbild immer präsenter werden und damit auch das Unfallrisiko steigt. Für den Straßenverkehr insgesamt nennt sie Alkohol‑ und Drogeneinfluss, unangepasste oder überhöhte Geschwindigkeit sowie Ablenkung durch elektronische Geräte als zentrale Risikofaktoren.

Landesweit nehmen Unfälle mit E‑Scootern deutlich zu. In Niedersachsen stieg die Zahl der registrierten E‑Scooter‑Unfälle von 1.000 im Jahr 2023 auf 1.752 in 2024 und weiter auf 2.440 in 2025; das entspricht zunächst einem Zuwachs von rund 75 Prozent und anschließend noch einmal von etwa 39 Prozent. Im Landkreis Schaumburg verlief die Entwicklung ähnlich, aber zuletzt noch drastischer. Dort erhöhte sich die Zahl der Verkehrsunfälle mit E‑Scooter‑Beteiligung innerhalb eines Jahres (von 2024 auf 2025) von 34 auf 54, was einem Plus von gut 59 Prozent entspricht.

E-Scooter-Unfälle LK Schaumburg

LK Schaumburg

E-Scooter-Unfälle

2019–2025

Verunfallte Personen bei E-Scooter-Unfällen im LK Schaumburg

Leichtverletzte Schwerverletzte
Ein Kommentar von Nadine Dressler. (Foto: privat)

E‑Scooter sind kein Spielzeug

E‑Scooter sind kein Spielzeug – die Unfallzahlen schnellen nach oben: Binnen eines Jahres stieg die Zahl der Unfälle von 34 auf 54. 49 Menschen wurden dabei leicht, fünf schwer verletzt. Auf Nachfrage findet man heraus, was sich viele sicher schon gedacht haben: Betroffen sind überwiegend junge Menschen, oft ohne Helm, teilweise ohne jede Erfahrung im Straßenverkehr. E‑Scooter sind schnell und leise und verleiten dazu, rote Ampeln, Gehwege oder alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zu ignorieren. Wer ohne Schutzbekleidung stürzt, bezahlt dafür häufig mit Kopfverletzungen, Brüchen und langen Reha‑Zeiten. Die nüchternen Zahlen der Polizei stehen für echte Schicksale.

Nadine Dressler
Nadine Dressler
Redakteurin Schaumburger Wochenblatt.

Nadine Dressler ist seit Anfang 2024 als Redakteurin beim Schaumburger Wochenblatt tätig. Sie betreut schwerpunktmäßig die redaktionellen Belange der Bereiche Bückeburg, Obernkirchen, Auetal und Bad Eilsen. Vereine und Initiativen können können ihre Pressemitteilungen gern direkt an n.dressler@schaumburger-wochenblatt.de senden.
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