Unter dem Motto „Lieber uncool als tot“ startet die Silvesterinitiative Rinteln wie angekündigt eine neue Kampagne für mehr Sicherheit im Umgang mit E-Scootern. Anlass ist ein tragischer Unfall, der das Engagement der Initiative bestärkt hat. 
„Das Schicksal von Charlotte aus Rolfshagen hat uns gezeigt, dass der Umgang mit E-Scootern und die Nutzung der E-Scooter doch sehr fahrlässig gehandhabt wird“, heißt es von den Organisatoren. Ziel der Aktion ist es, Jugendliche und Eltern stärker für Risiken im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Konkret nennt die Initiative Verbesserungsbedarf bei der Schutzausrüstung, etwa durch das Tragen eines geeigneten Helms und einer Warnweste. 
Auch der technische Zustand der E-Scooter solle regelmäßig überprüft werden, um Pannen zu vermeiden und die Verkehrstüchtigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus will man für mehr Aufklärung über die Regeln im Straßenverkehr sorgen – etwa, dass keine zweite Person auf dem Roller mitfahren darf und bei Dämmerung das Licht eingeschaltet sein muss. Ebenso soll der richtige Versicherungsschutz thematisiert werden, um im Falle eines Unfalls besser abgesichert zu sein. 
„Eine starke Gemeinschaft wird dafür sorgen, dass zukünftig unsere Kinder geschützt werden“, betont die Silvesterinitiative. Gemeinsam mit einem Partner aus der Versicherungsbranche sollen Helme und Warnwesten beschafft und kostenlos verteilt werden. Außerdem sind technische Prüfungen und Fahrsicherheitstrainings in Zusammenarbeit mit Polizei und Fahrschulen geplant. 
 
Helme werden verteilt und Sichtungen gezählt
 
Um die Teilnahme für Jugendliche attraktiv zu machen, kündigt die Initiative eine Gewinnaktion an: „Jedem Jugendlichen, der in einem Aktionszeitraum mit einem von uns gesponserten Helm angetroffen wird, kann einen nagelneuen E-Scooter oder Fahrschulstunden für den Erwerb eines Führerscheins gewinnen. Die Personen, die im Aktionszeitraum am häufigsten angetroffen werden, können sich auf den Gewinn freuen.“ 
Über den Verlauf der Aktion sowie die Zahl der „Helm-Sichtungen“ wird regelmäßig im Schaumburger Wochenblatt berichtet. Unterstützer, ob Unternehmen, Organisationen oder Privatpersonen, sind eingeladen, sich finanziell oder organisatorisch zu beteiligen. Die Silvesterinitiative ruft dazu auf, nicht länger nur zu kritisieren, sondern selbst aktiv zu werden. Ganz nach ihrem Leitsatz: „Machen ist wie Wollen – nur krasser.“