Schaumburger Wochenblatt
  1. Fußball ist viel brutaler als Schießen

    Kontroverse Lesermeinungen zum Thema Schießsport / Die Stadtverwaltung nimmt die aktiven Schützen in Schutz

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    Seine Aussage erreichte die Redaktion des Schaumburger Wochenblattes (SW) nach Erscheinung des Artikels "Schießen im Sinne der Tradition?" vom 16./17. August per E-Mail. Vorausgegangen war die Frage seitens des SWs, ob man gesellschaftliches Leben dadurch fördern sollte, bereits Kindern den Umgang mit Schusswaffen beizubringen.

    Aussagen wie die von Leserbriefschreiber Rainer Hesse sind es vermutlich, die oft ein schlechtes Licht auf den Schießsport werfen. Auch Kenneth Smith aus dem Hochtaunuskreis schrieb der SW-Redaktion eine E-Mail: "In keinem anderen Lebensbereich wird eine Gesetzgebung, basierend auf reinem Aktionismus, so verschärft, wie im Waffenrecht. Aufgrund weniger tragischer und schrecklicher Zwischenfälle mit Schusswaffen, wird seit Jahren schon pauschal eine reine Hetzjagd gegen alle Sportschützen, Jäger und Waffensammler betrieben. Und das obwohl es sich bei diesen Personen um die meist überprüften Bürger dieses Landes handelt", schreibt Smith. Mit einem Lichtgewehr dem Sport nachzugehen, sei pillepalle. Es ersetze keinesfalls das Schießen mit einem Luftdruckgewehr. "Das Mindestalter für Jugendliche wurde auf 12 Jahre angehoben und damit seien die Jugendlichen bereits von anderen Sportarten abgegriffen. Fußball, eines der brutalsten und verletzungsreichsten Sportarten überhaupt, greift die Jugend schon im Kleinkindalter ab. Da haben die Schützenvereine ein ziemliches Nachsehen. Eine weitere E-Mail erreichte die Redaktion aus Stadthagen von Christian Neininger, der selbst Mitglied im Schützenverein Volksdorf ist: "Dass unsere Sportgeräte Waffen sind, sollten wir deutlich aussprechen, nur dann gelangen wir zu entsprechendem Umgang mit unseren Waffen. Den sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit Waffen kann ein noch so ausgefeiltes Gesetz nicht erzwingen, sondern nur die innere Einstellung des Schützen."

    Einen Leserbrief erhielt das SW von einem Schreiber, der anonym bleiben möchte: Er fühle sich durch den Schusslärm am Schießstand "Harrl" belästigt und "spreche da im Namen weiterer Anwohner".

    Immer öfter würde man "ominöse Gestalten, zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten dort antreffen". "Wir wissen von Anwohnern im Südharrl, die sich vom Lärm der Großkaliber belästigt fühlen", antwortete Bürgermeister Reiner Brombach auf Nachfrage des SWs. Allerdings sei der Verein eine alteingesessene Institution und es werde immer einige Leute geben, die sich durch deren Aktivitäten gestört fühlen.

    "Wir nehmen die Beschwerden sehr ernst, aber die Sicherheit ist dort oben gegeben. Querschläger gab es noch nie", sagte Brombach. Übrigens: Der Schießstand "Harrl" ist seit über 50 Jahren im Besitz der Stadt Bückeburg. Das Gelände gehört zur Fürstlichen Hofkammer. Foto: wa

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