Schaumburger Wochenblatt
  1. Denkzettel für Verkehrsverstöße

    Elternräte, Schüler, Stadt und Polizei wollen gemeinsam Einsicht wecken

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    STADTHAGEN (pp). Zu Schulbeginn und mittags nach Ende der 6. Stunde herrscht in der Schachtstraße, aber auch rund um das Ratsgymnasium, oft das pure Chaos. Eltern, die ihre Kinder bringen oder abholen, verstopfen mit ihren Autos die Straße und missachten das Halteverbot; Radfahrer, hier in der Regel Schüler, fahren ohne Licht, auf dem Bürgersteig oder mit lauter Musik "auf den Ohren". Um diesen Zuständen entgegen zu wirken, haben Mitglieder der Schulelternräte und jeweils sechs Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS), des Wilhelm-Busch-Gymnasiums (WBG) und des Ratsgymnasiums (RGS) mit Unterstützung von Mitarbeitern der Stadt und der Polizei zum zweiten Mal eine Denkzettelaktion durchgeführt, bei der Verkehrssünder auf ihr Fehlverhalten angesprochen wurden und einen gelben Denkzettel mit ihrem jeweiligen Verstoß erhielten.

    "Wir hatten schon einige kleinere Unfälle, weitere wollen wir unbedingt vermeiden", erläuterte Daniela Beschle, Elternratsvorsitzende am Wilhelm-Busch-Gymnasium. "Ich finde die Aktion wichtig, weil die Straße oft viel zu voll ist und wir Schüler manchmal gar nicht mehr durchkommen", berichtete Jule Dahms, Schülerin einer 5. Klasse des WBG. Die meisten Angehaltenen zeigten sich einsichtig, wenn ihnen ihre Verstöße vorgehalten wurden. Mit Nils Brickwedel erwischte es auch einen Lehrer, der mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg fuhr. "Die Aktion ist natürlich richtig. Ich werde ab sofort schieben oder die Straße benutzen, versprach er." Die erste Denkzettelaktion im vergangenen Jahr scheint bereits Erfolge gebracht zu haben. "Wir haben weniger Verstöße durch Autofahrer", freute sich Carsten Köller, Kontaktbeamter der Polizei. "Dafür stellen wir mehr Fehlverhalten bei Radfahrern fest", beleuchtete er aber auch die Kehrseite der Medaille. Um eine gewisse Nachhaltigkeit zu erzielen, wird die Polizei in Kürze eine "scharfe" Kontrolle durchführen, bei der nicht mehr nur aufgeklärt, sondern auch mittels Buß- und Verwarngeldern sanktioniert werden wird. Foto: pp

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