Schaumburger Wochenblatt
  1. Alte Tischlerei soll Platz machen

    Flecken Lauenau erwirbt ehemaliges Böker-Grundstück / Gebäude weichen

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    LAUENAU (al). Der Flecken Lauenau beginnt ein neues Kapitel in Sachen Ortsbildveränderung. Soeben hat er das Grundstück der ehemaligen Tischlerei Böker an der Ecke Carl-Sasse-Straße/Coppenbrügger Landstraße erworben. Die Gebäude sollen abgerissen werden. Ursprünglich war noch daran gedacht worden, nur die Anbauten abzureißen und das Haupthaus für Wohnzwecke zu erhalten. Doch nach Aussage von Gemeindedirektor Sven Janisch ist auch dessen Zustand in weiten Teilen sanierungsbedürftig. Der Abriss werde "recht zeitnah" erfolgen. Mit dem Grundstück könnte nun eine Entschärfung der Einmündung wie auch die der Carl-Sasse-Straße in "Am Markt" möglich werden. Die Engstelle war immer wieder in der Öffentlichkeit auch wegen der direkten Nähe zu den zentralen Bussteigen kritisiert worden. Mit dem Kauf befindet sich die östliche Seite des nördlichen Teils der Coppenbrügger Landstraße jetzt fast komplett in kommunaler Hand, nachdem bereits das frühere Kaufhaus Griesbach einschließlich des "Enzianstüb'l" und die ehemalige "Herbertusstube" angekauft worden waren. Durch den geplanten Bau des neuen Edeka-Markts und der damit verbundenen Neuordnung der Flächen fällt auch der jetzige Edeka-Parkplatz zurück an den Flecken. In Privatbesitz befinden sich dann nur noch das Volksbank-Gebäude und die Sonnen-Apotheke. Der Tischlereibetrieb Böker wurde 1892 in Feggendorf gegründet und in mehreren Generationen fortgeführt. 1909 erfolgte der Umzug nach Lauenau. Das heutige Gebäude mit dem in Stein gemeißelten Zunftzeichen über der Haustür entstand 1929. Vor dem Abriss stehen auch, wie wiederholt berichtet, die Nebengebäude auf den Grundstücken Coppenbrügger Landstraße 1 und 3. Dieser hatte sich zunächst aus ökologischen Gründen verzögert sowie aufgrund von Untersuchungen, dass die Anbauten teilweise mit dem Haupthaus fest verbunden sind. Die Gebäude, in denen sich Kegelbahn, Heißmangel und Lokal befanden, müssen wegen des Edeka-Neubaus ebenso weichen wie das Bürgerhaus.

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