Schaumburger Wochenblatt
  1. Glöckner spielen wieder gemeinsam

    Handglockenchor startet sein Probebetrieb mit dem nötigen Abstand

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    WIEDENSAHL/LANDKREIS (bb). Der Handglockenchor aus Wiedensahl dürfte vermutlich der erste Chor im Landkreis sein, der seine Proben in Gemeinschaft wieder aufnehmen kann. Schließlich wird beim Zusammenspiel weder gesungen noch auf Instrumenten geblasen, so dass die bekannten Abstandsregeln ausreichend sind. Eigentlich hatten sich die Glöckner aus Wiedensahl für die erste Jahreshälfte viel vorgenommen, wie Leiter Thomas Eickhoff in einer Pressemitteilung festhält. Das Jahreskonzert im März in Meerbeck und die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb Mitte Mai standen fest im Terminkalender. Diese Pläne warf das Coronavirus über den Haufen. Mit dem Beginn der Lockerungen hat das Ensemble nun ein Hygienekonzept erstellt, um das Proben im Alten Pfarrhaus wieder zu ermöglichen. Da beim Handglocken nicht gesungen oder geblasen wird, reichen die bekannten Abstandsregeln aus. Jeder Spieler läutet die Glocken nun an seinem eigenen Tisch und spielt aus eigenen Noten. Um die Abstände einzuhalten, wird zunächst in kleinerer Besetzung mit drei Oktaven gespielt. Die Abstände seien natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, da die Glöckner sich untereinander gut hören müssen, wie Eickhoff festhält. Dennoch seien die Teilnehmer mit den ersten Ergebnissen sehr zufrieden und hätten ihre Freude am gemeinsamen Musizieren. Ein erster Auftritt nach der Zwangspause soll in einem Gottesdienst vor Ort absolviert werden. Und es gebe weitere gute Nachrichten für den Chor. Nach Förderzusagen von insgesamt 5000 Euro durch die Calenberg Grubenhagensche Landschaft, das Kloster Loccum und die Gemeinnützigen Stiftung der Sparkasse Stolzenau sei die letzte fehlende Bassglocke in den USA bestellt worden. Die Auslieferung im September steht in Aussicht. Nun hoffen alle Glöckner, dass die geplanten Auftritte in der zweiten Jahreshälfte stattfinden können und bald wieder das gesamte Instrumentarium zum Einsatz kommt. Foto: Thomas Eickhoff

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