Die Geschäfte, nicht nur in der Innenstadt, leiden erheblich unter dem zweiten Lockdown. Sie machen trotz Abhol- und Lieferservice erhebliche Umsatzverluste und erhalten aktuell keinerlei finanzielle Unterstützung von Seiten des Bunde. Auch Claudia Döpke, Schuhhaus Peters, hofft durch Teilnahme an der Aktion mehr Aufmerksamkeit für die Probleme der Einzelhändler zu wecken. Die kleinen Geschäfte halten die Stadt lebendig, nun sind die Straßen und die Fußgängerzone wie ausgestorben. Fast alle Geschäfte bieten einen Abhol- und/oder Lieferservice an, um wenigsten ein wenig Umsatz zu machen. Das System nennt sich „call and collect”. „Wir leben von der Beratung und dem persönlichen Kontakt zu unseren Kunden”, macht Claudia Döpke deutlich. Dass sie seit fast einem Jahr einen kleinen Onlineshop betreibt, aber natürlich beim Google-Ranking nicht sehr weit vorne mitspielt, helfe nur wenig. „Wir können uns nur selbst helfen durch eine baldige Öffnung unserer Geschäfte, ansonsten leiden nicht nur wir, die wir die volle Verantwortung und das Risiko unserer Selbstständigkeit tragen, sondern auch unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen darunter”, Claudia Döpke ist traurig über diese Situation. Durch die Anschaffung der für die Hygieneauflagen erforderlichen Schutzmaßnahmen, Beschilderung für Abstandhaltung und die Höchst-Personenzahl-Angabe, Plexiglas an den Kassen, Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Schutz, hätten die Unternehmerinnen und Unternehmer bewiesen, dass ie genauso gut wie die Supermärkte alle Maßnahmen erfüllen könnten. Im ersten Lockdown hätten die Einzelhändler 30 Prozent der Fixkosten erhalten, im zweiten Lockdown sei bislang keine finanzielle Hilfe angekündigt worden. Zumal das Problem eher bei der bereits vorfinanzierten Ware liege, die nun nicht abverkauft werden könne. „Wir werden hingehalten”, ärgert sich Döpke. Stadtmanagerin Ricarda Mohr appelliert an die Rintelnerinnen und Rintelnern, die lokalen Unternehmen weiterhin so gut wie möglich zu unterstützen. Sie hofft, „da es schnell wieder bergauf geht.” Sie sei verhalten optimistisch, dass es bald wieder weitergehen werde. Foto: privat