Am 27. Januar wird die Ausstellung „Das Ghetto Litzmannstadt – NS-Politik in Lodz“ in der ehemaligen Synagoge Stadthagen eröffnet. Hier werden Bronzeskulpturen ausgestellt, eine Einführung in das Thema gibt Volkmar Heuer-Strathmann.
Tagebücher und Briefe, Gedichte und Erinnerungen machen es möglich, die betroffenen Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen. Der Alltag der im Ghetto internierten Juden war von Elend und Krankheit, Zwangsarbeit und Selektion geprägt. Die Ausstellung wird am Dienstag, dem 27. Januar, um 17 Uhr eröffnet, Volkmar Heuer-Strathmann gibt eine Einführung. Die Ausstellung wird bis zum 11. Februar zu sehen sein.
Ursprünglich sollte das am 30. April 1940 abgeriegelte jüdische Ghetto in Litzmannstadt, ehedem Lodz, eine Übergangseinrichtung im Warthegau sein. Es blieb aber bis zum Sommer 1944 bestehen und nahm eine andere Entwicklung als etwa das zahlenmäßig noch größere Ghetto in Warschau. Zu den Besonderheiten in Litzmannstadt gehören die Strukturen, die sich auf jüdischer Seite entwickelten, und die eigene Dokumentation der Verhältnisse und der Vorgänge, ganz abgesehen von zahlreichen persönlichen Aufzeichnungen, die erhalten geblieben sind. Im Januar 1942 begannen die Deportationen zur Vernichtungsstätte Chelmno, von den Deutschen in Kulmhof umbenannt. Die letzten Deportationen gingen 1944 nach Auschwitz-Birkenau, also ins Generalgouvernement.