Mit 37 Registern und 2385 Pfeifen steht die frisch restaurierte Hammer-Orgel im Mittelpunkt eines festlichen Konzerts in der Stiftskirche Obernkirchen. Am Samstag, 7. November, um 17 Uhr spielt Professor Matthias Neumann Werke vom Frühbarock bis in die Neuzeit. Der Eintritt ist frei.

Orgelbaumeister Georg Schloetmann und sein Team haben das Instrument aus dem Jahr 1959 saniert, neue Register eingebaut und sämtliche Pfeifen klanglich neu abgestimmt. Nach Angaben der Veranstalter verfügt die Orgel dadurch über einen deutlich kräftigeren, getragenen Ton. Auch das Erscheinungsbild wurde überarbeitet: Malermeister Markus Häveker frischte das Gehäuse farblich auf.

Bereits im September wurde das restaurierte Instrument in einem Gottesdienst eingeweiht. Daran wirkte Kreiskantor Wolfgang Westphal mit, der die Restaurierung maßgeblich begleitet hatte. Seitdem ist die Orgel wieder regelmäßig in den Gottesdiensten zu hören.

Mit Matthias Neumann kehrt ein Organist an die Stiftskirche zurück, der dort schon mehrfach gastiert hat. Seinen ersten Orgelunterricht erhielt er bei Westphal. Später studierte er Kirchenmusik, Orgel und Dirigieren in Hamburg, Berlin und Wien. Nach Professuren in Bayreuth und Hamburg folgte er 2022 einem Ruf an die Hochschule für Musik Detmold.

Für das Konzert hat Neumann unter anderem Werke von Girolamo Frescobaldi, Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Jehan Alain ausgewählt.