In Rodenberg sorgte ein ungewöhnlicher Verkehrsteilnehmer am Donnerstagmorgen für Aufsehen: Ein Flusskrebs wurde auf einer Straße nahe der Aue entdeckt und der Polizei Bad Nenndorf übergeben. Der kleine Krabbler, der sich offenbar auf Abwegen befand, wurde von der Polizei wohlbehalten in sein natürliches Habitat zurückgebracht.
Was den Flusskrebs zu seinem Ausflug auf den Asphalt bewogen hatte, bleibt unklar. Vielleicht war er auf Erkundungstour oder hatte sich einfach verlaufen. Sicher ist jedoch, dass eine Straße kein geeigneter Aufenthaltsort für einen Flusskrebs ist, besonders nicht bei vorbeifahrenden Autos.
Die Polizei Bad Nenndorf nahm sich des ungewöhnlichen Fundes an und sorgte dafür, dass der kleine Ausreißer wieder in die Aue zurückkehren konnte. Der Vorfall ist erfreulich, da in der Region Flusskrebse wieder angesiedelt werden. Umso schöner, wenn einem dieser gepanzerten Wasserbewohner geholfen werden kann, seinen Weg in der Natur fortzusetzen.
Die Polizei bedankt sich bei der aufmerksamen Person, die den Flusskrebs entdeckt und in Obhut gegeben hat. Der Vorfall zeigt, dass der Polizeialltag nicht nur aus Diebstahl, Streit oder Verkehrsunfällen besteht – manchmal geht es auch um einen kleinen Ausflug mit Scheren und acht Beinen. Für den Flusskrebs gilt jedenfalls: Lieber in der Aue unterwegs als auf der Straße.