Zu einem Konzert lädt die St. Katharinen-Kirche mit Maren Kallenberg und Stanislav Otkidach ein. Termin ist Freitag, 3. April, um 14.30 Uhr, das Thema „Die letzten Worte Jesu“ im Dialog mit choraler Musik. Die Besetzung:
Maren Kallenberg, Hildesheim – Orgel und Piano,
Stanislav Oktidach, Wiedenbrügge – Klarinette und Bassklarinette,
Pastor Reinhard Zoske und Philipp Hoffmann – Leser, Ausgestaltung sieben Worte Jesu. Der musikalische Gottesdienst stellt die Passion Christi in den Mittelpunkt und verbindet Wortverkündigung und Musik zu einer dichten, meditativen Gesamtkomposition.

Die Auswahl der Werke ist dabei bewusst epochenübergreifend angelegt und führt von der barocken Kirchenmusik bis zur Moderne. So entsteht eine vielschichtige musikalische Auslegung der Passion, die unterschiedliche emotionale und theologische Dimensionen hörbar macht. Zentrale Werke von Johann Sebastian Bach bilden den klanglichen und theologischen Anker des Gottesdienstes. Ergänzt wird dies durch romantische Klangsprache, etwa im „Lento“ von Camille Saint-Saëns, das besonders die Erfahrung von Verlassenheit („Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“) musikalisch deutet. Die Moderne ist vertreten durch Igor Strawinsky, dessen Klarinettensolo Spannung und Leere hörbar macht und damit das Jesuwort „Mich dürstet“ eindrücklich interpretiert. Die ausgewählten Passionschoräle aus dem Evangelischen Gesangbuch binden die Gemeinde ein und verankern den Gottesdienst in der vertrauten Tradition.

Das ungewöhnliche Wechselspiel von Orgel und Piano sowie Klarinette und Bassklarinette – eröffnet dabei einen besonderen Klangraum: Die Orgel bringt die liturgische Tiefe und die Verbindung zur kirchlichen Tradition ein. Das Klavier ermöglicht eine feinere, persönlichere klangliche Ansprache. Klarinette und Bassklarinette erweitern das Spektrum um warme, dunkle und zugleich sehr menschlich wirkende Klangfarben, die besonders geeignet sind, die emotionalen Dimensionen des Karfreitags auszudrücken.

Ziel ist es, neue liturgische Zugänge zu schaffen, musikalische Grenzen zu überschreiten und die Relevanz der Passion Christi auch für heutige Hörerinnen und Hörer erfahrbar zu machen. Das Projekt spricht Menschen aller Altersgruppen an – sowohl kirchlich gebundene als auch kulturell interessierte Zuhörer – und schafft Raum für Reflexion, Stille und innere Bewegung. Der Kirchenraum wird so zu einem Ort der musikalischen und geistlichen Begegnung – offen für alle, die sich auf eine intensive und emotionale Auseinandersetzung mit der Passionsgeschichte einlassen möchten. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.