Seit vergangener Woche läuft die erste Realflugphase der Hubschrauberführergrundausbildung mit dem Leichten Kampfhubschrauber H145M in der Schäfer-Kaserne. Am Standort Achum investiert der Bund rund eine Milliarde Euro.
Der erfolgreiche Start ist bereits in der vergangenen Woche gelungen: In Bückeburg hat die erste Realflugphase der Hubschrauberführergrundausbildung mit dem Leichten Kampfhubschrauber H145M begonnen. Damit ist für die Heeresfliegertruppe ein weiterer wichtiger Schritt in der Modernisierung ihres Ausbildungs- und Einsatzbetriebs vollzogen.
Der H145M wird als neues Waffensystem in die Ausbildung eingebunden und soll die Fähigkeiten der Heeresfliegertruppe deutlich erweitern. Nach Angaben des Kommando Hubschrauber ist das Ziel, bis spätestens 2029 eine erste Befähigung des Leichten Kampfhubschraubers und seiner Luftfahrzeugbesatzungen in der Rolle „Kampf“ sicherzustellen. Für die angehenden Pilotinnen und Piloten bedeutet das den Einstieg in einen Ausbildungsabschnitt, der künftige Einsätze auf dem H145M ebenso vorbereiten kann wie Tätigkeiten auf anderen Mustern, etwa dem NH90.
H145M setzt neue Ausbildungsphase in Gang
Am Standort Achum laufen dafür umfangreiche Investitionen des Bundes. Insgesamt werden dort rund eine Milliarde Euro verbaut. Damit wird die Infrastruktur des Standorts Schritt für Schritt auf die künftigen Anforderungen der Heeresflieger ausgerichtet. Die Ausbildung mit dem H145M ist dabei nur ein Teil eines größeren Umbaus, der den Standort langfristig stärken soll.
Weiterentwicklung des Standorts
Der Auftakt in der Schäfer-Kaserne ist deshalb nicht nur für die Bundeswehr von Bedeutung, sondern auch für die weitere Entwicklung des Standorts. Die begonnene Realflugphase macht sichtbar, dass die Modernisierung nicht mehr nur auf dem Papier steht, sondern in der Praxis begonnen hat. Ausbildung, Technik und Infrastruktur greifen dabei zunehmend ineinander. Das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum ist schon durch die hochmoderne Simulatorausbildung gut aufgestellt.
Zum Abschluss der Ausbildungsperspektive wird in Bückeburg zudem international gedacht: Künftig sollen dort Pilotinnen und Piloten aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden gemeinsam an dem neuen H145M ausgebildet werden. Der Standort ist aber schon immer dafür bekannt, dass dort militärische Flugausbildung über nationale Grenzen hinweg zusammengeführt wird.