Aktualisierung des Berichts von heute Nachmittag: Zwei Fahrzeuge des DRK Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Schaumburg haben am Donnerstag während der Fahrt jeweils ein Hinterrad verloren. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Der Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes schließt ein Versäumnis etwa bei der Wartung in der Werkstatt als Ursache für den Vorfall aus, die Sicherheitsmaßnahmen seien noch einmal merklich erhöht worden.
Der Verdacht liegt nahe, dass die Radmuttern gelockert wurden. Die Polizei ermittelt.
Bernd Gerberding, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Schaumburg, schloss eine Werkstattpanne aus und vermutet eine Manipulation Dritter an dem Fahrzeug. Die Kontrolle und Wartung der Fahrzeuge unterliege einem strengen Qualitätsmanagement, wie Gerberding erklärte. So sei auszuschließen, dass es zu einem Versäumnis bei der Wartung gekommen sei.
Einer der Rettungswagen verunfallte auf einer Landstraße bei Obernkirchen, ein zweiter bei Rodenberg. Beide Vorfälle ereigneten sich innerhalb von wenigen Stunden. Der DRK-Rettungsdienst überprüfte in einer ersten Maßnahme umgehend alle seine Fahrzeuge und stellte auch an einem dritten Wagen gelockerte Radmuttern fest. Glücklicherweise kamen bei den beiden Unfällen keine Personen zu schaden, obwohl sich eines der Fahrzeuge auf Einsatzfahrt befand.
Bei drei Fahrzeugen, die jeweils an verschiedenen Standorten stationiert seien, könne man kaum von einem unglücklichen Zufall durch sich selbst lockernde Radmuttern ausgehen, wie Gerberding hervorhob. Man treffe jetzt weitere Maßnahmen, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Fahrzeuge würden nun noch häufiger einer Kontrolle unterzogen, die Mitarbeiter sensibilisiert. Der DRK-Rettungsdienst habe Anzeige erstattet. Auch technische Hilfsmittel zur Erhöhung der Sicherheit kämen nun zum Einsatz, so Gerberding.
Der Geschäftsführer des Rettungsdienstest zeigte sich erschüttert, über den Vorfall. Hier hätten Täter skrupellos gehandelt, „mit dem Wissen, Menschenleben aufs Spiel zu setzen”. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Patienten würden einer hohen Gefahr ausgesetzt. Er sei froh, dass die Unfälle glimpflich ausgegangen seien. Hinzu kämen die Gefahren für die anderen Verkehrsteilnehmer. Ein Rettungswagen wiege fünf Tonnen, gerate er außer Kontrolle, sei das mit einem erheblichen Risiko für den Gegenverkehr verbunden. Er hoffe, dass die Polizei die Täter ermittle und diese später entsprechende Strafen erhielten.
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