Die Landesstraße 447 an der Bergkette ist für viele Anwohner und auch Durchfahrende seit langem ein großes Ärgernis. Zunächst sollen die schwerwiegendsten Schäden nun ausgebessert werden. In die grundlegende Sanierung und den Ausbau könnte jetzt ein Einstieg eingeleitet werden, eine kurzfristige Lösung ist hierfür jedoch kaum zu erwarten.
Der Landtagsabgeordnete Jan-Philipp Beck (SPD) informierte in dieser Woche darüber, dass das Land rund 320.000 Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaschutz“ für eine „Sanierung der Fahrbahn“ auf rund 900 Metern Länge der L447 vorsehe. Diese, ohnehin von Schlaglöchern übersät, war durch den Frost in den vergangenen Wochen noch einmal zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen worden.
Die 320.000 Euro seien nun für eine kurzfristige Reparatur der größten Schäden vorgesehen, wie Beck ausführte. „Durch diese Maßnahme sollen weitere Einschränkungen bis hin zur halbseitigen Sperrung verhindert werden“, so Beck. Ohnehin bestehen auf der Strecke in verschiedenen Abschnitten Geschwindigkeitsbeschränkungen.
Diese kurzfristige Maßnahme ist weit von der Sanierung entfernt, wie sie Anwohner seit mittlerweile Jahrzehnten fordern. Ohne Fahrrad- und Gehweg genügt die Straße den heutigen Ansprüchen längst nicht mehr. Anwohner fürchten besonders um die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Hinzu kommt die tiefe strukturelle Schädigung.
Erst auf der vergangenen Sitzung des Bauausschusses wurde das Problem hitzig diskutiert. Bürger aus den betroffenen Ortsteilen machen sich immer wieder für eine Sanierung stark. Grundsätzlich ist es bei einer Landesstraße nicht Aufgabe der Stadt, einen Ausbau oder eine Sanierung der Strecke zu finanzieren und in die Wege zu leiten. Von der Stadt wird jedoch gefordert, in der Sache beim Land auf Fortschritte zu drängen und wenn möglich Maßnahmen durch Kooperation zu beschleunigen.
Der Landtagsabgeordnete Jan-Philipp Beck erklärte, dass die langfristige Lösung parallel zur Reparatur vorangetrieben werde. Er berichtete in einer Pressemeldung, dass laut seinen Erkundigungen „aktuell Gespräche zwischen der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln und der Stadthäger Stadtverwaltung“ laufen. Auch eine entsprechende Bürgerinformationsveranstaltung befinde sich in Vorbereitung. „Der Einstieg zu einem besseren Zustand der L447 ist gemacht, wenngleich ich mir selbstverständlich ein deutlich schnelleres Tempo wünschen würde und auch die Verärgerung sowie Enttäuschung über den schon seit so vielen Jahren anhaltenden schlechten Zustand absolut nachvollziehen kann“, so Beck. Entsprechend habe er auch noch einmal Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne auf die bestehende Problematik hingewiesen.”
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