Vergängliche Kunst | Schaumburger Wochenblatt

Vergängliche Kunst

Sandskulptur LAGA. (Foto: privat)
Sandskulptur LAGA. (Foto: privat)
Sandskulptur LAGA. (Foto: privat)
Sandskulptur LAGA. (Foto: privat)
Sandskulptur LAGA. (Foto: privat)

Im Rahmen der Landesgartenschau ist in den vergangenen Tagen ein außergewöhnliches Kunstwerk aus Sand entstanden, das Bad Nenndorf in einer detailreichen „Skyline“ zeigt. Die Skulptur greift viele markante Orte und Besonderheiten der Kurstadt auf und verbindet sie zu einem sommerlichen Blickfang, der Besucher schon von Weitem anzieht. Zu erkennen sind unter anderem die Süntelbuchen, die beiden Alltagsmenschen vor dem Haus Kassel, das Grandhotel Esplanade und das LaGa-Logo.

Entstanden ist das Kunstwerk nicht an einem Tag, sondern über mehrere Tage hinweg in sorgfältiger Handarbeit. Gebaut wurde es von einem dreiköpfigen Team der Firma Sandcity um Künstler Benno Lindel. Das Team arbeitet seit vielen Jahren an Sandskulpturen in unterschiedlichsten Größen, Formen und Dimensionen. Nach eigenen Angaben errichtet Sandcity seit 1998 solche Kunstwerke; 2008 und 2009 wurden zudem die ersten Weltmeisterschaften für Sandskulpturen in Deutschland inszeniert. Einen besonderen Höhepunkt markierte 2017 die Weltrekord-Marke von 16,68 Metern für die „Höchste Sandburg“ im Guinness-Buch der Rekorde.

Auch bei dem Projekt in Bad Nenndorf war logistischer Aufwand nötig. Der Sand wurde mit Kipplastern angeliefert, anschließend mit Schaufelladern und Baggern in die Holzverschalungen gefüllt und dort mit Vibrationsstampfern zu festen Blöcken verdichtet. Erst diese stabile Grundlage schafft die nötige Standfestigkeit für die feinen Formen, Figuren und Konturen. Danach begann die eigentliche künstlerische Arbeit, bei der die Details Schicht für Schicht herausgearbeitet wurden.

Kunstwerk ist regenbeständig

Verwendet wurde unbehandelter, nur gesiebter Sand mit natürlichen Bestandteilen wie Lehm und Kalk. Auf künstliche Zusätze oder Kleber konnte dadurch verzichtet werden. Für zusätzlichen Schutz wurde die Oberfläche nach Fertigstellung mit einer Eiweiß-Wasser-Mischung behandelt, um die Skulptur widerstandsfähiger zu machen. Dadurch gilt das Kunstwerk grundsätzlich auch als regenbeständig und soll den gesamten Sommer über erhalten bleiben.

LaGa-Geschäftsführer Benjamin Lotz setzte am „L“ des LaGa-Logos symbolisch den letzten Feinschnitt an. Er zeigte sich beeindruckt von der handwerklichen Präzision und der Detailverliebtheit der Künstler. Besonders gefalle ihm, dass die Skyline viele Elemente aufgreife, die Bad Nenndorf ausmachen.

Direkt neben der Sandskulptur lädt bereits die „Esscobeach“ zum Verweilen ein. Die frei zugängliche Beachbar vor dem LaGa-Gelände kann auch ohne Ticket besucht werden. Auf rund 200 Quadratmetern ist dort eine sommerliche Aufenthaltsfläche mit Strandliegen und Beach-Atmosphäre entstanden. Die Bewirtung erfolgt über eine Selbstbedienungs-Holzhütte, an sonnigen Tagen ergänzt ein Eiswagen des Eiscafés Casagrande das Angebot.

Für die Dauer des Projekts bleibt die Kurhausstraße im betroffenen Bereich gesperrt. Die Zufahrt zum Kurhausparkplatz ist in dieser Zeit ausschließlich über die Buchenallee möglich.


Nadine Dressler
Nadine Dressler
Redakteurin Schaumburger Wochenblatt.

Nadine Dressler ist seit Anfang 2024 als Redakteurin beim Schaumburger Wochenblatt tätig. Sie betreut schwerpunktmäßig die redaktionellen Belange der Bereiche Bückeburg, Obernkirchen, Auetal und Bad Eilsen. Vereine und Initiativen können können ihre Pressemitteilungen gern direkt an n.dressler@schaumburger-wochenblatt.de senden.
north