Mit ihren bewegenden Texten haben die bei einem Poetry-Slam auf der Landesgartenschau auftretenden Dichter ihr Publikum tief beeindruckt. Die Organisatoren der Julius-Rodenberg-Medaille hatten den Wettbewerb zu „Demokratie, Humanismus und Weltoffenheit“ im Rahmen des vom Bundespräsidenten ausgerufenen Ehrentags veranstaltet.
„Alle, die an der Bühne im Wiesenpark beim Rodenberger Poetry Slam nur mal kurz vorbeischauen wollten, waren so gefesselt, dass sie die ganzen zweieinhalb Stunden sitzen blieben und den jungen Dichtern und Dichterrinnen zuhörten, die wahre Perlen des Humanismus zu Gehör brachten“, so die Veranstalter in einer Pressemeldung. Der Bundespräsident rief zum Geburtstag des Grundgesetzes zu Mitmachaktionen auf. Die Organisatoren der Julius-Rodenberg-Medaille beteiligten sich mit dem Poetry-Slam. Schließlich stelle der Tag Werte in den Mittelpunkt, die sich auch sie auf die Fahnen geschrieben hätten.
Moderiert wurde die Veranstaltung auf der Landesgartenschau von Mirko Menser, einem der ersten Preisträger der Julius-Rodenberg Medaille, mit der die Stadt Rodenberg alle zwei Jahre junge Menschen auszeichnet, die sich in Wort oder Schrift für Demokratie, Weltoffenheit und Humanismus einsetzen. Durch seine Kontakte in die Poetry Slam Szene hat er einen hochkarätigen Wettbewerb auf die Beine gestellt, für den er mit Dilara Yüksek die nordrheinwestfälische Landesmeisterin von 2024 gewinnen konnte. Im Stechen musste sich diese aber Hannah Seifert geschlagen geben, die gerade bei den Landesmeisterschaften in Hannover den dritten Platz belegte. Die angehende Ärztin hat in ihrem Gewinnerbeitrag „Ode an das Leben“ Erfahrungen aus einem Pflegepraktikum verarbeitet. Nils Prior sorgte für Lachsalven mit seinem Text über einen Topf, der versucht, mit einen Thermomix zu konkurrieren. Jenny Ly Rieck beeindruckte mit ihrem Beitrag zum Thema Organspende ebenso wie Dilara Yüksek, die persönliche Lebenserfahrungen verarbeitete wie den fehlenden Vater oder abwertende gesellschaftliche Körpernormen.
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