Mit einer Förderung über rund 1 Millionen Euro unterstützen Land und Bund die Stadt Obernkirchen dabei, neue Gewerbeflächen im Ortsteil Gelldorf zu erschließen. Der Niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne überreichte den Bescheid im Rathaus an Bürgermeisterin Dörte Worm-Kressin.
Die Bürgermeisterin dankte allen Beteiligten dafür, „dass wir uns jetzt mit Unterstützung von Land und Bund auf den Weg machen können“, um Obernkirchen wirtschaftlich zu stärken. Mit dem Bescheid steht nun eine Zuwendung von 1,03 Millionen Euro fest, die der Förderung von „wirtschaftsnahen Infrastrukturmaßnahmen“ dienen soll. Gerade für den ländlichen Raum sei eine solche Unterstützung „extrem wichtig“, so Dörte Worm-Kressin.
Grant Hendrik Tonne erklärte, er sei froh, dass über das Förderinstrument „Verbesserung der regionalen Wirtschafsstruktur“ (GRW) auch eine direkte Unterstützung von Kommunen bei der Schaffung von Gewerbegebieten möglich sei. Schließlich können sich nur Entwicklung einstellen, wenn die dafür nötigen Flächen zur Verfügung stünden.
Der Planbereich für das neue Gewerbegebiet in Gelldorf umfasst rund 3,5 Hektar, die später für Betriebe nutzbare Nettofläche soll etwa 2,8 Hektar betragen. Hinzu komme eine etwa 2 Hektar große Erweiterungsfläche, die in die laufende Bauleitplanung integriert werden soll, so eine Pressemitteilung des Ministeriums.
Tonne betonte, dass Obernkirchen im Zuge von Vorbereitung und Antragsstellung „geliefert“ habe. Eine Reihe von Absichtserklärungen von Unternehmen zur Ansiedlung würden vorliegen. Rund 100 bis 150 Dauerarbeitsplätze könnten mit dem Gewerbegebiet geschaffen beziehungsweise gesichert werden. Auch der Landkreis Schaumburg habe unterstrichen, dass das Vorhaben förderungswürdig sei. „Das Gewerbegebiet Gelldorf ist eine hochwertige Infrastrukturmaßnahme und die Antwort auf das wirtschaftliche Potenzial, was wir hier in der Region haben. Die Gunst der Lage direkt an der B 65 mit Anschluss zur A 2 zeichnet die Attraktivität dieses neuen Standortes aus“, so Tonne.
Der Antrag sei verbunden mit einem „überzeugenden, nachhaltigem Konzept für eine umwelt- und landschaftsverträgliche Gewerbegebietsentwicklung“, so die Pressemeldung. Die Flächenversiegelung werde auf das Nötigste begrenzt, Elemente wie eine stromsparende LED-Beleuchtung und eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung kämen hinzu.
Dörte Worm-Kressin hielt fest, es gehe um die Ansiedlung mittelständischer Gewerbetriebe. Sowohl von Unternehmen aus Obernkirchen, die sich erweitern wollen würden als auch von externen Firmen.
Auch Achim Pohl, Ortsbürgermeister von Gelldorf, begrüßte die Förderung. Anfangs sei er als Landwirt nicht ohne Bedenken in Bezug auf den Flächenverbrauch gewesen. Im Wissen um die Bedeutung für die Gewerbeförderung habe er das Projekt jedoch gern mitgetragen.
Die Förderung umfasst 60 Prozent der förderfähigen Maßnahmen für die Erschließung. Die Mittel für die GRW-Förderung werden zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte vom Land aufgebracht.