Es soll ein erster Schritt dazu sein, das historische Wäschehaus in Rodenberg zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen: Der Bauausschuss des Landkreises befürwortete eine Förderung des Projektes über 20.000 Euro, die in Erhaltungsmaßnahmen für den Bau fließen sollen.
Das Gebäude hinter dem „Kleinen Brunnen“ in der Deisterstadt sei ein spezielles Zeugnis der Schaumburger Geschichte, wie der Baudezernent des Landkreises Tobias Fischer bei der Ausschusssitzung erklärte. Einst sei dort die Wäsche der Kurgäste aus Bad Nenndorf gereinigt worden. Die Substanz des denkmalgeschützten Fachwerkbaus sei mittlerweile erheblich geschädigt.

Auch Rodenberg fördert

Der neue Eigentümer wolle nun erste Sicherungsmaßnahmen an dem Baudenkmal einleiten, unterstützt werde dieses von der Stadt Rodenberg mit einer Förderung über 20.000 Euro. Die Verwaltung empfehle es, das Projekt von Landkreisseite ebenfalls mit einer Kofinanzierung von 20.000 Euro zu fördern.
Lange Jahre war das Wäschehaus nicht in Nutzung. Der Stadt Rodenberg gelang es, einen Investor für das Baudenkmal zu finden. Dieser will das Wäschehaus sanieren und einer Neunutzung zuführen.
Ausschussmitglied Margot Zedlitz (Fraktion für den Erhalt kommunaler Finanzsouveränität, im Bauausschuss nicht stimmberechtigt) kritisierte den Verwaltungsvorschlag. Inwiefern sei gesichert, dass das Fördergeld tatsächlich im vorgesehenen Sinne verwendet werde? „Wir haben nichts in der Hand“, erklärte sie.

Erprobtes Modell

Fischer entgegnete, es gehe hier um ein Fördermodell, das seit Jahren im Landkreis erprobt sei. Im Vorfeld habe sich die Verwaltung über das Projekt mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) abgestimmt. Der Ausschussvorsitzende Ralf Sassmann wies daraufhin, dass man froh sei, diesen privaten Investor für die Übernahme des anspruchsvollen Projektes gefunden zu haben. Einen „höheren sechs-stelligen Betrag“ setzt die Landkreisverwaltung als Eigenanteil des Investors an. Dieser habe bereits ein vergleichbares Objekt erfolgreich saniert, wie Ralf Sassmann festhielt.
Fischer ergänzte, dass von den insgesamt 40.000 Euro in einer Art „Soforthilfe“ erste Sicherungsmaßnahmen vorgenommen würden. Damit würde verhindert, dass das Gebäude zum Beispiel durch Vandalismus und Feuchtigkeit weitere Beschädigungen erleide. Das NDL begrüße die Maßnahme und habe für die anschließende Gesamtsanierung eine Förderung in Aussicht gestellt. Zudem würden die Fördermittel erst fließen, wenn die Sicherungsmaßnahmen fachgerecht erledigt seien.
Der Bauausschuss befürwortete einstimmig die Förderung. Die Entscheidung liegt beim Kreis-Ausschuss. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser der Empfehlung des Bauausschusses folgt.