Die „Villa von Strauss“ in der Georgstraße in Bückeburg zieht mit ihrer auffälligen Architektur im neugotischen Stil die Blicke der Vorübergehenden auf sich. Die Eheleute Falko und Renate Strauß von Torney haben nun die Restaurierung von historischen Eichenfenstern in dem Gebäude eingeleitet, um dessen langfristigen Erhalt zu sichern.
Rund 160 Jahre sind diese Fenster alt, aber immer noch nutzbar. Mit ihrer Restaurierung soll dies auch für die Zukunft sichergestellt. werden. Das Gebäude in der Georgstraße wurde 1864/65 von dem Architekten Conrad Wilhelm Hase für Lothar und Kathinka von Strauss (später von Strauss und Torney) entworfen. Bis heute befindet es sich in Familienbesitz, wird nun als Mehrfamilienwohnhaus genutzt. Hier haben auch die Miteigentümer Falko und Renate von Strauß ihren Lebensmittelpunkt.
Beide hielten fest, dass es bei der Restaurierung gleichermaßen darum gehe, die denkmalgeschützte Villa für die Bewohner wie auch für alle Bückeburger zu erhalten. Sie gehört zu den stadt- und architekturgeschichtlich bedeutendsten Gebäuden Bückeburgs und prägt das Straßenbild mit ihrer außergewöhnlichen Gestaltung, die sich am Vorbild gotischer Bürgerhäuser in den Hansestädten des Ostseeraumes orientiert. Auffällig ist nicht zuletzt der sogenannten „Übereckfialengiebel“.
Insgesamt sind im Gebäude 54 der historischen Fenster installiert. 15 werden nun restauriert, wie Falko von Strauß und Tourney im Pressegespräch erläuterte. Dabei gehe es um die Fenster auf der Süd-/Südwestseite sowie der Westseite, die in zwei Bauabschnitten erneuert werden. Den Bückeburgern wird schon aufgefallen sein, dass Fensteröffnungen mit Folie abgedichtet sind.
Mit der Restaurierung soll ein irreparabler Substanzverlust an den Eichenholzfenstern abgewendet werden. Das Team des Fachunternehmens „Kramp & Kramp“ aus Lemgo, wird dabei die Restaurierung vornehmen, und zwar in sorgfältiger Handarbeit. Die im Laufe der vielen Jahrzehnte immer wieder aufgetragenen Lackschichten müssen zunächst entfernt werden. Beschädigungen werden ausgebessert, ebenso die historischen Beschläge überarbeitet. Anschließend wird wiederum ein Neuanstrich aufgetragen.
Rund 120.000 Euro wird die Maßnahme laut Fördervertrag kosten. Die Hälfte wendet die Eigentümerfamilie auf, den Rest schießen eine Reihe von Förderern hinzu.
Das Gebäude wurde 1864/65 von dem Architekten Conrad Wilhelm Hase für Lothar und Kathinka von Strauss (später von Strauss und Torney) entworfen. Es gilt als Vertreter der „Hannoverschen Schule“ des Backsteinbaus, orientiert sich am Vorbild gotischer Bürgerhäuser in den Hansestädten des Ostseeraumes.
In unserer Beilage „Planen Bauen Wohnen“ am 20. Juni wird die Restaurierung noch einmal ausführlicher beschrieben.
Foto: bb