BAD NENNDORF (Ka). Wer wie Ingrid Oldenburg auf einen 40-jährigen Schuldienst als Lehrkraft blickt, schaut nicht nur auf eine runde Zahl oder ein Jubiläum, sondern auf einen langen Zeitabschnitt, der großes Engagement und oftmals gute Nerven abverlangte. Für Schulleiter Torsten Rolke und das Kollegium war das Dienstjubiläum ein schöner Grund den Werdegang von Ingrid Oldenburg Revue passieren zu lassen. Nach ihrem Abitur 1967 in Uelzen schrieb sie sich in die Pädagogische Hochschule Lüneburg ein und unterrichtete in Wolfsburg ebenso wie in der Grundschule Lauenau. Ihrem Wunsch nach Versetzung in die Grundschule Bad Nenndorf wurde 1980 stattgegeben. Als Mutter und Ehefrau meisterte sie bravourös die Doppelbelastung „Familie und Beruf” und erweiterte ihr Berufung mit Fortbildungsmaßnahmen. Regelmäßig nahm sie an den pädagogischen Kursen teil, um ihren Schützlingen die nötigen Hilfen für den Lebensweg zu vermitteln. Das Vermitteln von Verkehrserziehung, Förderungseinheiten, 1. Hilfe, Freiarbeit - Spiel und vieles mehr, bereicherte den Schulalltag und förderte die Schüler. Federführend stand Ingrid Oldenburg aber hinter der Lese, Sprach- und Rechtschreibförderung. Mit größtem Engagement setzte sie sich für einen Förderraum wie auch für die organisatorischen Belange der Schulbücherei ein. Als Schulbücherei-Leiterin beschritt sie mit den Kindern außergewöhnlich erfolgreiche Wege und verstand es meisterlich aus anfänglichen Lesemuffeln interessierte Leseratten und Bücherwürmer zu machen. Sie erkannte, dass im Bereich „Sprache und Schrift” eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern unabdingbar war. Sie setzte auf Kooperationen und erntete nicht zuletzt in den Familie viel Lob und Anerkennung. Ingrid Oldenburg begleitet ihre Kinder noch ein Stück des Weges, bevor sie den Ruhestand ins Visier nimmt. Schon jetzt ist gewiss, dass mit diesem wohlverdienten Schritt eine bis zu letzt hochmotivierte Grundschullehrkraft den Schuldienst verlässt. Doch bis dahin wird die Jubilarin Ingrid Oldenburg mit Spaß und Freude „ihren Kindern” Wissen vermitteln und die Kooperationsgruppe „Kindergarten/Grundschule” erfolgreich begleiten. Foto: ka