Seit vielen Jahren steht der Markt in der Publikumsgunst ganz oben auf der Hitliste. Zum 32. Mal hat der HGV den Weihnachtsmarkt organisiert, stets am Zweiten Advent, und noch immer erweist er sich als Publikumsmagnet. Davon konnten die endlosen Schlangen geparkter Autos zeugen und die vielen Menschen, die über die gesperrte Bahnhofsstraße bummelten. Zu dem Markterfolg trägt die alljährlich durchgeführte Losaktion bei. Als die Bekanntgabe der Gewinner anstand, war nur Heinz Schmidt da, um seinen gewonnenen Wellness-Gutschein abzuholen. Der 1. Preis, ein TV - Gerät, fiel auf die Losnummer 761, der 2. Preis, eine Espresso - Maschine auf die Losnummer 457. Beide Preise können im Schuhhaus Knoche abgeholt werden.
Auch an die jungen Besucher hatten die Veranstalter gedacht. Für sie war eine Schiffsschaukel und ein Karussell aufgebaut. Der Weihnachtsmann zog unablässig seine Runden über den Markt und verteilte kleine Geschenke. Ganz besonders kecke Jungs oder Mädels versuchten ihn mit Gedichtsaufsagen zu einer weiteren Gabe zu überreden. Nicht nur für die ganz jungen, sondern auch für die älteren Semester machte Jürgen Albrecht mit seinem Fröhlichen Dutzend unermüdlich Musik. Danach bot der MGV und Gemischte Chor Lindhorst Kostproben seines Könnens dar. Weihnachtliche Klänge verbreitete ebenfalls das Ensemble Orchester - Sound Peterhagen.
Begonnen hatte alles am späten Vormittag, als der Lindhorster Posaunenchor das Marktgeschehen eröffnete. Dabei hatte zu diesem Zeitpunkt, als heftige Regengüsse und Windböen durch das Zentrum peitschten, nahezu niemand damit gerechnet, dass der beliebte Markt pünktlich eröffnet werden könnte. Auch die angereisten Händler zögerten mit dem Aufbau ihrer Stände. Aber die Lindhorster haben seit Jahren einen Pakt mit dem Wettergott. Der vertrieb zur Markteröffnung alle Wolken, ließ die Sonne kräftig scheinen und schickte statt frühwinterlichem Frost frühlingshafte Temperaturen in den Ort.
Marktbeschickern und Besuchern war das sehr recht. Bereits in den frühen Nachmittagsstunden war die Budengasse gefüllt mit Menschen, die das Lindhorster Highlight nicht versäumen wollten. Der HGV - Vorsitzende Matthias Meyer nannte das alles, „extremes Glück mit dem Wetter” und dankte den vielen Helfern, die erneut geholfen hatten, Schaumburgs größten eintägigen Weihnachtsmarkt vorzubereiten. Schnee zum Weihnachtsmarkt, so erinnerte sich ein Stammgast des Marktes, hat es zum letzten Mal in den neunziger Jahren gegeben. Das könne geändert werden, orakelte Samtgemeindebürgermeister Gerhard Busche, der auch einen Gang über den Markt machte. „Wir sollten uns eine Schneekanone anschaffen.” Foto: privat