Busche bat die Kommunalaufsicht um eine Rechtsauskunft und die kippte den Beschluss des Samtgemeinderates vom 1. April. Nun kam das Thema „Aufnahme von ergebnisoffenen Gesprächen mit dem Wasserverband Nordschaumburg” im Rat erneut auf die Tagesordnung. In den Gesprächen soll ein möglicher Verkauf der Abwasseranlage an den Wasserverband ausgelotet werden. Busche machte deutlich, dass er zwar die in der Niedersächsischen Gemeindeordnung vorgesehene Verhandlungsführerschaft bei den Verhandlungen ausüben wird, er bot aber gleichzeitig an: Aus jeder Fraktion und Gruppe im Rat soll ein Mitglied, dies muss nicht der Vorsitzende sein, an den Gesprächen teilnehmen. Der Vorschlag fiel bei SPD, CDU und der Gruppe Grüne/WGS auf fruchtbaren Boden - alle drei signalisierten Zustimmung. CDU - Fraktionschef Dietmar Hasemann stellte aber klar, dass die CDU trotz der Aufnahme von Gesprächen gegen den Verkauf der Abwasseranlage ist. Auch Hans Bielefeld (WGS) verdeutlichte für die Gruppe Grüne/ WGS gegenüber seinen Kollegen im Rat: „Wir wollen keinen Verkauf”. Er legte einen Antrag zur Durchführung einer Bürgerbefragung in dieser Angelegenheit vor. Die Befragung soll stattfinden, bevor im Rat über einen möglichen Verkauf entschieden wird.
Mit der deutlichen Mehrheit von 16 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und zwei Neinstimmen von Grüne/ WGS sagte der Rat Ja zu der Aufnahme von ergebnisoffenen Verhandlungen. Nun wird der Wasserverband über die Bereitschaft zur Gesprächsaufnahme informiert und von Seiten der Samtgemeinde ein möglicher Ablauf der Verhandlungen skizziert. Danach wird Samtgemeindebürgermeister Gerhard Busche mit den Menschen an seiner Seite in die Verhandlungen mit dem Wasserverband eintreten.
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