Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus, die Arbeiten für dieses Jahr noch einmal von externer Seite erledigen zu lassen. Auch der Samtgemeindeausschuss folgte dieser Empfehlung des Fachausschusses. Dort wurde dann ausgiebig über die zukünftige Vorgehensweise diskutiert. Sigmar Sandmann von der SPD-Fraktion sieht bei der Erledigung der Arbeiten durch eigenes Personal eine bessere Kontrollmöglichkeit. Die Vorlage wertete er als „gute Entscheidungsgrundlage” und er sprach sich dafür aus, zwei neue Mitarbeiter für den Bauhof einzustellen und zusätzliche Gerätschaften anzuschaffen.
Auch Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese sprach sich für diese Vorgehensweise aus. Während schnell eine Auftragsvergabe für 2008 erfolgen müsse, sollte man die Entscheidung für die Zukunft allerdings in Ruhe abwägen. Heike Beiersdorfer von der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) wollte alles so beibehalten wie bisher. Der Bauhof sollte eher auf eine „kleine schlagkräftige Truppe” reduziert werden. Mit ihrer Meinung konnte sie sich im Ausschuss aber nicht durchsetzen. Mit acht Stimmen sprachen sich die übrigen Mitglieder dafür aus, zu den Haushaltsberatungen im Herbst 2008 von der Verwaltung die Formalien für einen Wechsel auszuarbeiten. Eine wichtige Vorgabe für die zukünftige Erledigung der Grünpflege sei allerdings, dass die Stadt eine Auftragsgarantie an die Samtgemeinde abgibt. Die Studie über die Wirtschaftlichkeit weist aus, dass bei einer Übernahme der Arbeiten durch den Bauhof die Samtgemeinde im Jahr etwa 34 500 Euro einsparen könnte. Der Knackpunkt dabei: Dieser Wert besteht nur, wenn die Samtgemeinde weiter den Haushaltsansatz von 138 000 Euro zugrunde legt. Würde man „Ist-Zahlen”, also den tatsächlichen Einsatz von Personal und Maschinenpark zugrunde legen, könnten unter Umständen sogar Mehrkosten von 38 000 Euro entstehen.
Die Diskussion darüber, ob eine „Soll”- oder „Ist-Abrechnung” zugrunde gelegt werden solle, endete mit keinem klaren Ergebnis. Die Verwaltung weist in der Vorlage darauf hin, dass es wegen der zum Teil individuellen und vor allem auch witterungsbedingten Einsätze keine eindeutigen Aussagen bzw. Entscheidungsvorschläge zu einer externen Vergabe oder die Erledigung der Arbeiten in Eigenregie geben könne. Es müsse daher neben dem reinen Kostenvergleich auch darum gehen zu prüfen, welche Ziele langfristig verfolgt werden sollen. Das Thema wird den Ausschuss noch weiter beschäftigen.