Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier hob in seiner Festrede das Engagement von Direktor Werner Stünkel hervor: „Herr Stünkel, sie waren der Initiator und der unermüdliche Motor des Umbaus.” Wenn der Direktor in rund neun Wochen in den Ruhestand gehe, werde er seinem Nachfolger eine zukunftsfähige Schule hinterlassen.
Schöttelndreier zählte die Baumaßnahmen auf, die seit 2002 abgeschlossen wurden: Die Sanierung der Fassade des Hauptgebäudes, der Umbau zur Ganztagsschule mit der Schaffung eines Freizeitbereiches im Erdgeschoss, die Umgestaltung der Mehrzweckhalle zur Mensa, die Erneuerung des Verwaltungstrakts und der Neubau eines Verbindungsgangs.
Außerdem wurden Teile eines Traktes des Schulzentrums so weit umgestaltet, dass in sie jetzt eine Außenstelle des Jugendamtes einziehen konnte. So würden durch sinkende Schülerzahlen freigewordene Räume neu genutzt.
Für die Maßnahmen fielen Kosten von insgesamt rund 3,4 Millionen Euro an. 800 000 Euro steuerte die Samtgemeinde Lindhorst bei, weil auch die Grundschule von der Neugestaltung profitiert. Von den Veränderungen, die dazu dienten, die Magister-Nothold-Schule für den Ganztagsbetrieb fit zu machen (rund 1,2 Millionen Euro), übernahm der Bund 90 Prozent.
Die restlichen Gelder brachte der Landkreis auf. „Trotz defizitären Kreishaushalts hat die Bildungsförderung in Schaumburg weiterhin höchste Priorität”, so Schöttelndreier.
Samtgemeindebürgermeister Gerhard Busche hob noch einmal das große Engagement seiner Kommune hervor. Die Samtgemeinde zähle sich aus diesem Grund zu den „Hauptaktionären” der Schule.
„Aber wir haben das gern gemacht. Schule muss in Lindhorst eine Zukunft haben”, hielt er fest. Direktor Werner Stünkel lobte, dass der Landkreis als Schulträger begriffen habe, dass sich Investitionen im Baubereich später auszahlen würden. „Was gemacht wird, hat Hand und Fuß.
Dies wird später zu Kosteneinsparungen bei der Bauunterhaltung, beim Personal und der Verwaltung führen”, erklärte er.
Die Schule besitze jetzt eine freundlichere Atmosphäre und höhere Funktionalität, dies trage auch zu einem günstigen Klima für den Unterricht bei. Nötig sei jetzt nur noch die Sanierung der Klassenräume. Stünkel dankte Architektin Corinna Vehling und den Mitarbeitern des Hochbauamtes für eine gute Zusammenarbeit, bevor er mit den Gästen zum Rundgang durch die neugestalteten Teile aufbrach.
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