BAD NENNDORF. Der Ortsverband DieLinke äußert sich in einer Pressemitteilung zur Hortsituation in der Samtgemeinde. Jüngst sei erneut über die nicht ausreichenden Betreuungskapazitäten für Grundschulkinder in den Horten zu lesen gewesen. Jeweils zehn Kinder können derzeit in den Horten an den Grundschulen in Haste und Bad Nenndorf aufgenommen werden. Nach der Gründung im letzten Jahr, waren beide Einrichtungen schnell ausgebucht. Dass der Bedarf in diesem Jahr noch einmal steigen würde, so DieLinke, wäre vorsehbar gewesen. Dieser ergebe sich nach ihrer Ansicht nicht allein aus der Berufstätigkeit der Eltern, sondern vor allem aus den Bedürfnissen der Kinder. Sie erhielten in den Horten Hausaufgabenunterstützung, was wichtig für ein Lernen unabhängig vom Bildungsstand der Eltern sei. Eine Erweiterung auf 15 Plätze könne folglich nur ein - wichtiger - Zwischenschritt sein. „Die Hortsituation ist jedoch nur ein Beleg für die verfehlte Planung von Betreuungsangeboten für Kinder in der Samtgemeinde Nenndorf. Für unter Dreijährige gibt es praktisch keine Angebote, Ganztagsplätze für Kindergartenkinder sind rar gesät und auf eine Zu- oder Absage für eine Hortplatz warten Kinder und Eltern jetzt schon teilweise bis kurz vor Ferienbeginn.” Als im letzten Jahr die Landesregierung in Niedersachsen den Eltern ein generell beitragsfreies, drittes Kindergartenjahr versprach, erhöhte die Samtgemeinde die Kosten für den Frühdienst in den Kindergärten um fünf Euro im Monat, so DieLinke weiter. Auch die Mitgliedsgemeinden müssten sich darüber im Klaren sein, dass man nicht auf der einen Seite neue Baugebiete erschließen kann, ohne auf der anderen Seite für ein gutes Betreuungsangebot zu sorgen. „Mag es sich formal hier um verschiedene Körperschaften handeln, so sind doch die handelnden Personen meist identisch. Wir fordern daher die Hortplätze für das kommende Schuljahr sowohl in Haste als auch in Nenndorf aufzustocken.”