Auf der diesjährigen Schau präsentierten 20 Aussteller genau 339 Enten, Hühner, Zwerghühner und Tauben in sage und schreibe 47 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen - so viele wie selten zuvor.
Für die Repräsentanten vergaben die vier Preisrichter am Ende acht Mal die Noten „vorzüglich” und 18 Mal „hervorragend”.
Das besonders begehrte „Grüne Band der Porta” ging diesmal an Günter Droste für dessen vorzügliche Seidenhühner sowie an die ebenso vorzüglichen Zwerg-Wyandotten rot von Linda Berry. Die Eisberger Bänder errangen Heinz Bokeloh (Araucana wildfarbig) und Andreas Zabel (Antwerpener Bartzwerge).
Über den Ehrenpreis des Landesverbandes konnten sich Vorsitzender Günter Droste (Seidenhühner mit Bart) sowie Sven Grote (Deutsche Pute, schwarz) freuen. Die Ehrenpreise des Kreisverbandes errangen Ronald Hilker (Antwerpener Bartzwerge) und Peter Lindemeier (Luzerner Taube). Der Ehrenpreis des Landesverbandes für die Jugend ging diesmal an Marcel Bonte (Bantam gelb-schwarzcolumbia), die Ehrenpreise der Volksbank an Günter Hilker, die Zuchtgemeinschaft Zabel, Arnd Köppe und Marcel Bonte, die der Sparkasse an Günter Droste, Sven Grote, Birgit und Herrmann Sommerburg, Ronald Hilker und Niko Bonte.
Und schließlich gab es auch noch einige Ehrungen für besondere Verdienste in der Rassegeflügelzucht: Die Goldene Ehrennadel des Landesverbandes Westfalen-Lippe für Heinrich Brinkmann, die Silberne für Andreas Zabel, Karl-Heinz Zabel und Martin Zabel sowie die Silberne Ehrennadel des Bundesverbandes für Dieter Grote und Sven Grote. -
Bei der Begrüßung der Gäste hatte Günter Droste eingangs darauf hingewiesen, dass die private Tierhaltung und das Ausstellungswesen zunehmend schwieriger geworden seien: „Viele Vereine,” so der Vorsitzende, „verzeichnen nicht nur sinkende Mitgliederzahlen, sondern richten auch keine Schauen mehr aus - zu meinem persönlichen Leidwesen auch unser Nachbarverein aus Nammen.”
Und schließlich appellierte Droste an die neue Bundesregierung, da „die Probleme der Rassegeflügelzucht in der Politik und Gesetzgebung bislang keine ausreichende Berücksichtigung gefunden haben”. Der Verband habe in den vergangenen sieben Jahren mehrere konkrete Eingaben an den Ausschuss für Städtebau des Deutschen Bundestages gemacht - und nicht eine einzige Antwort bekommen. Dabei habe sich die Bundesrepublik Deutschland die Erhaltung der Biodiversität zur Aufgabe gemacht. „Und wir,” so Droste, „auch hier vor Ort, erfüllen diese Pflicht ohne kommerzielle Interessen.” Foto: km