Die Sozialpädagogin leitet das Projekt „PRIMA”, bei dem 40 Familien mit Säuglingen und Kleinkindern im Kreis Minden-Lübbecke von qualifizierten Mitarbeiterinnen unterstützt und entlastet werden. In ihrem Vortrag wird sie das Konzept und die Erfahrungen von „PRIMA” vorstellen und anhand von Fallbeispielen beschreiben, was die Ehrenamtlichen in den begleiteten Familien tun. Eine Familienbesucherin wird bei dem Vortrag anwesend sein und von ihren Aufgaben berichten.
Das Projekt „PRIMA” ist ein Baustein im Konzept früher Hilfen im Kreis Minden-Lübbecke und verfolgt das Ziel, jungen Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern möglichst früh eine Entlastung und Unterstützung auf freiwilliger Basis anzubieten. Durch diese Form von Prävention soll verhindert werden, dass Kinder aufgrund von Überlastung der Eltern in die Gefahr geraten, vernachlässigt zu werden.
Anlass für den Vortrag ist eine neue Schulung für ehrenamtliche Familienpaten, die der Kinderschutzbund ab dem 24. Oktober anbietet. Wer Interesse hat, sich selbst als Familienpate zu engagieren, der kann sich bei dem Vortrag einen Eindruck davon verschaffen, wie ehrenamtliche Unterstützung aussehen kann. Nach dem Vortrag besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über Tätigkeit und Schulung zu informieren. Wer sich über das Familienpaten-Projekt und die anstehende Schulung informieren möchte, kann sich montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 05751/965218 bei Albrecht Schäffer melden. Nähere Informationen gibt es auch auf der Homepage des Kinderschutzbundes: „www.kinderschutzbund-rinteln.de”.
Der Kinderschutzbund hatte das Projekt im September 2008 gestartet. Gegenwärtig werden 17 Rintelner Familien mit bis zu vier Kindern regelmäßig von Familienpaten besucht und unterstützt. Das Angebot ist für die Familien freiwillig und dank der finanziellen Unterstützung aus öffentlichen Mitteln kostenlos. Als eine Form der „Frühen Hilfen” soll auf dem Wege frühzeitiger, niederschwelliger Unterstützung erreicht werden, dass Eltern im Familienalltag unterstützt und Kinder in ihrer Entwicklung gefördert werden. Hinter dem Ansatz steht die Erfahrung, dass Versäumnisse in den frühen Kindheitsjahren später nur schwer wieder aufgeholt werden können.
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