Es staubt und überall herrscht Lärm. Bauwände aus Holz kennzeichnen die Bereiche, die mit Beginn der Sommerferien von den Arbeitern in Angriff genommen wurden. Als Laie sieht alles nach absolutem Chaos aus, doch der zuständige Architekt von der Firma „freiform.architekten” aus Obernkirchen zeigt sich mit dem Baufortschritt zufrieden. Wenn erst mal die Kabel alle verlegt sind und die Decken geschlossen sind, könne zügig am Endausbau des Traktes gearbeitet werden, erläutert Markus Ballosch zuversichtlich.
Große Veränderungen ergeben sich durch die Umbauarbeiten. Die Aufteilung im Bereich neben dem Forum wird verändert. Der ehemals als „Hörsaal” deklarierte Raum wird zu einem Multifunktionsraum umgebaut. „Die auf Stufen angeordneten Sitzreihen und Bänke passen nicht mehr in die didaktischen Ansprüche heutiger Zeit”, so Schulleiterin Brigitte Naber. Im Zuge der Umbauten ist ein zweiter Fluchtweg entstanden. Der neue „Hörsaal” kann zum Forum hin geöffnet werden und bei Bedarf auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Durch Glastüren und einen neuen Korridor kommt mehr Offenheit in diesen Bereich. Für etwas mehr Licht sorgen Fensterfronten im Norden. Außerdem war es notwendig, etwas mehr Pausenraum zu schaffen. Gerade bei schlechtem Wetter herrschte bislang in dem engen Durchgang neben dem Forum dichtes Gedränge.
Die für Chemie und Biologie nutzbaren neuen Fachunterrichtsräume verfügen über moderne Technik und neues Mobiliar. Flexible Schreibtische, separate Experimentiertische mit den erforderlichen Anschlüssen und ergonomisch geformte Stühle sind vorgesehen. Sind diese jetzt entstehenden Räume für den Biologie- und Chemieunterricht gedacht, wird ein neuer Physikraum, der auch als allgemeiner Unterrichtsraum genutzt werden kann, in einem zweiten Bauabschnitt bis zu den Herbstferien entstehen. Zum multifunktionalen Konzept der Stadtschule, die auch in diesem Schuljahr 145 neue Schüler an der Integrierten Gesamtschule aufnimmt, gehört auch die Ausstattung mit so genannten „Multi-Active-Boards”, an denen Einspielungen aus dem Internet oder gut lesbare Darstellungen aus Lehrbüchern anschaulich präsentiert werden können. Natürlich wird es dazu auch noch die klassischen Tafeln geben. Foto:pd