Suchergebnisse (Kunst) | Schaumburger Wochenblatt

Ein Anziehungspunkt der Stadt ist sicher der Klippenturm, der auf dem Wimmelbild auf keinem Fall fehlen darf. (Foto: ste)

Mitmachaktion „Rintelner Wimmelbild”

Die Stadt Rinteln möchte ein Kunstwerk der besonderen Art erstellen und ruft dazu Menschen in der Stadt dazu auf, ihre Gedanken in Bezug auf Rinteln mitzuteilen, damit daraus ein Wimmelbild enstehen kann. Die Frage dazu lautet: „Woran denken wir als erstes beim Heimat-, Lieblings-, Ausflugs- oder Urlaubsort Rinteln?” Was macht Rinteln mit seinen 18 Ortsteilen so besonders? Sind es Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Traditionen, Geschichten, tolle Feste, die wunderbare Natur oder Bräuche, die hier nach wie vor geleben werden? Wie sähe es aus, wenn man dies in einem Bild unterbringen würde? Per Definition ist ein Wimmelbild ein großflächiges Bild, das sehr viele verschiedene Elemente, Figuren und Handlungen auf einem Bild zeigt. Immer wieder kann man etwas Neues darauf entdecken. Und damit das Bild auch möglichst viele Facetten der Stadt und ihrer Besonderheiten zeigt, sind alle eingeladen dies mitzugestalten und mitzumachen: Einheimische, Besucherinnen und Besucher, Tagesgäste und auswärtige Fans der Gemeinde Rinteln, Urlauberinnen und Urlauber. Per Postkarte oder online können alle mitteilen, was für ihren Heimat- und Lieblingsort Rinteln steht und auf keinen Fall fehlen darf. So kann das Rintelner Wimmelbild als gemeinschaftliches Werk wachsen und die Identität der Gemeinde Rinteln widerspiegeln. Die Umsetzung übernimmt die Rintelner Künstlerin und Grafik-Designerin Martina Grandhomme. Die Mitmach-Aktion läuft vom 24. Mai bis 5. Juli. Mit der Teilnahme per Karte oder online sichert sich jeder gleichzeitig die Chance auf einen der vielen tollen Preise aus der Verlosung. Die Teilnahmekarten gibt es bei Sparkasse, Volksbank, im Handel, bei den Gastgebern der Gastronomie, Hotellerie und Campingplätzen, im Bürgerhaus am Marktplatz bei Pro Rinteln e.V. und in der Tourist-Information. An diversen Standorten stehen zusätzlich Boxen für den Einwurf der Karten. Online beteiligen kann man sich unter www.rinteln.de/wimmelbild.
Vorstand und Förderer v.l.n.r.: Dargush Davar, Lu Seegers, Klaus Strempel, Oliver Bruns, Gerd Krome, Lars Masurek. (Foto: ab)

Kulturprogramm in der Zehntscheune

In Anwesenheit der Hauptsponsoren präsentierten Klaus Strempel und Dargush Davar, Vorstandsmitglieder des Vereins, das Jahresprogramm für 2023. Aus 24 eingesandten Bewerbungen, wählte der Vorstand vier Vorschläge für Ausstellungen aus. Jeweils sechs Wochen lang sind die jeweiligen zeitgenössischen Kunstwerke in den Räumen am Wall zu besichtigen. Beginnend mit einer Vernissage am Vorabend der Ausstellungseröffnung, startet das Programm mit HAND & AUGE, Malerei, Experimentelle Filme und interaktive Installationen von Alexandra Birschmann, Hendrik & Lino Heissenberg sowie Yannick Averdiek am 15. April und endet am 29. Mai. Vom 3. Juni bis zum 9. Juli – Vernissage am 2. Juni - sind Videoinstallationen, Malerei, Collagen, Grafiken und 3D-Bilder zum Thema „Ideal.Landschaften-Wilhelm Busch und die verbrannten Bilder“ von Christoph Rust, Dagmar Tille und Lutz Wiedemann zu bewundern. „The(Y) Animal“ heißt die Ausstellung der Frankfurterin Marina Jakob. Ausgestellt werden Zeichnungen, Objekte und Installationen. Diese Ausstellung startet mit der Vernissage am 14.Juli und endet am 20. August. Das Jahresprogramm endet mit „Ansichtssachen VI“, einer Ausstellung von Holzskulpturen, Collagen, Schmiedekunst, Glaskunst, Zeichnungen, Pappmaché und Malerei. Die Künstler Marga Falkenhagen, Janine Gilbeau, Hans-Dieter Isler, Frieder Korff, Uwe Kreutzkamp, Martina Reis, Jutta Wildhagen und Marion Wilke zeigen ihre Projekte vom 25. August bis zum 24. September. Die Öffnungszeiten sind immer Samstag und Sonntag von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Gruppenanfragen werden gern unter: freundeskreis@zehntscheune-stadthagen.de entgegengenommen. Einen besonderen Fokus setzten Strempel und Davar auf die Ansprache junger Menschen. Bereits im vergangenen Jahr konnte der Verein durch Kooperationen mit den Kunstkursen der Schulen sowie der Uni Bielefeld viele interessierte junge Besucher begrüßen. Am „FestiWall-Wochenende“ anlässlich der 800-Jahr-Feier, bot der Freundeskreis das Projekt „Bock auf Lack“ an – ein Graffiti- und Zeichen-Workshop im Hof der Zehntscheune. Ergebnisse werden im Rahmen des „KulturNetzwerkes Stadthagen“ auf der Regionalschau gezeigt. Möglich sind die kulturellen Aktivitäten des Vereins nur durch die finanzielle Unterstützung einer Reihe von Förderern. Neben den Mitgliedsbeiträgen fließt ein Sockelbetrag der Stadt in das Budget ein, zusätzlich stellt die Kommune das Gebäude zur Verfügung und übernimmt Versicherung und Reinigung. Der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek, hatte in diesem Jahr erstmalig eine Anzeige in der auflagenstarken Kunst-Zeitung „kunst.art“ ermöglicht. Damit können kunstinteressierte Besucher im gesamten deutschsprachigen Raum erreicht werden. Wie wichtig das bürgerschaftliche Engagement ist, und wie wichtig das Einbinden gerade junger Menschen in die Kulturlandschaft ist, betonten während der Vorstellung des Programmes die weiteren Förderer des Vereins. Gerd Krome von der Sparkasse Schaumburg, Oliver Bruns von der Bürgerstiftung Schaumburg, Anja Adelt von „Spiel mit“ und Lu Seegers von der Schaumburger Landschaft hatten mit ihren Spenden mit dazu beigetragen, dass Fördermittel von circa 13.000 Euro eingeworben werden konnten, mit denen die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt, sowie Beamer und weitere moderne Technik angeschafft werden konnten. Der Freundeskreis würde sich über weitere Interessenten an der Arbeit im Verein freuen. Klaus Strempel wendet sich dabei ganz besonders an die junge Generation.
„Alles Kunst - Meisterwerke der Künstlichen Intelligenz”. Die Ausstellung ist im Museum „Eulenburg” noch bis zum 30. Juli zu sehen. <br> (Foto: ste)

Was ist der Sinn des Lebens? Schokolade!

Im Rintelner Museum „Eulenburg” gibt es derzeit eine besonders interessante Ausstellung von Kunstwerken, die allesamt von einer „KI”, also einer „Künstlichen Intelligenz”, erschaffen wurden. Doch was ist eigentlich eine „Künstliche Intelligenz”? Einfach erklärt soll „KI” der Versuch sein, menschliches Lernen und Denken auf den Computer zu übertragen und ihm damit Intelligenz zu verleihen. In Spielfilmen wie „Star Trek” beispielsweise sorgt der Android „Data” seit 1987 dafür, dass man sich mit der maschinellen Intelligenz auseinandersetzt. Im häuslichen Umfeld sind es „Siri & Co.”, die Fragen wie „Was ist der Sinn des Lebens?” beispielsweise mit „Alles spricht dafür, dass es Schokolade ist” beantworten. Nicht unbedingt wissenschaftlich fundiert und vermutlich von den Erschaffern der Algorithmen genau so als Antwort vorprogrammiert. Doch „KI” kann mehr und wird immer besser. Im Rintelner Museum sind es künstlich erzeugte Bilder nach menschlichen Vorgaben, die ein Computer ausspuckte. Damit ist die Ausstellung die erste in Deutschland, deren Bilder, Texte, Musik und Filme fast ausschließlich von „KI” erstellt wurden. Eine der Fragen, die die Ausstellung aufwirft: Kommt Kunst bald ohne menschliche Hilfe aus? Oberflächlich betrachtet würde man schnell sagen „Ja”. Betrachtet man die Werke aufmerksam, so fallen jedoch immer wieder die kleinen „Kunstfehler” auf, die die „KI” beim Erstellen der Werke machte. Und so lautet eine der an die Betrachter selbst gestellten Aufgaben: „Finde das Bild mit den sechs Fingern an einer Hand!” Bis zum 30. Juli haben die Besucher die Möglichkeit, sich die Ausstellung „Alles Kunst – Meisterwerke der Künstlichen Intelligenz” in aller Ruhe anzuschauen. Übrigens: Dieser im SW abgedruckt Text ist nicht von einer „KI” geschrieben, wobei es theoretisch möglich wäre. Programme wie „ChatGPT” sind derzeit in aller Munde und der Chatbot kann natürlich auch Texte für Medien produzieren. Weitgehend fehlerfrei, rund um die Uhr, ohne Schlaf, kostenlos, ohne Murren und Knurren und mit dem Wissen der Welt hinterlegt. Was das Programm allerdings nicht kann: Emotionen haben und verbreiten, Lust auf etwas machen, mit dem Fotoapparat zur Jahreshauptversammlung des Gesangvereins oder der Feuerwehr gehen und einen informativen Bericht fertigen, „Data” könnte das wahrscheinlich.
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