Schaumburger Wochenblatt

Edmund Lösecke erhält die Auszeichnung für 80 Jahre in der Ortswehr Möllenbeck von Markus Bahr von der Kreisfeuerwehr überreicht. Bahr: „Eine Ehrung für 80 Jahre habe ich noch nie aussprechen dürfen!“ (Foto: ste)

Einmalig im Landkreis: 80 Jahre Feuerwehrmitglied

Ortsbrandmeister Nils Lösecke hatte auf der Jahreshauptversammlung der Möllenbecker Wehr ein Highlight zu verkünden und natürlich war es auch diesmal wieder ein Superlativ. Er konnte zusammen mit Astrid Teigeler-Tegtmeier als Vertreterin der Stadt und Markus Bahr von der Kreisfeuerwehr eine Ehrung für 80 Jahre Feuerwehr aussprechen an seinen eigenen Großvater Edmund Lösecke. Der 95-Jährige sei der erste, den er für eine so lange Zeit in einer Feuerwehr ausgezeichnen konnte, so Markus Bahr, der die Besucher der Jahreshauptversammlung dafür aufstehen ließ.
Hans-Dieter Islers „Regenbogen“. (Foto: privat)

„FacettenREICH“ - Kunstausstellung im Kloster

Die drei Künstler Hans-Dieter Isler, Martina Reis und Jutta Wildhagen stellen einen bunten Querschnitt ihrer Werke vom 15. August bis 7. September im Kloster Möllenbeck aus. Geöffnet ist die Ausstellung samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Hans-Dieter Isler ist von der Arbeit mit den Elementen Feuer und Eisen fasziniert. Seine Objekte entstehen nach vielfältigsten Vorbildern aus der Natur in abstrahierter Form. Martina Reis ist eine vielseitige Künstlerin und erschafft sowohl ausdrucksstarke figurative Gemälde als auch eindrucksvolle Plastiken in verschiedenen Techniken, wobei Pappmaché ihr bevorzugtes Material ist. Die Bildkompositionen von Jutta Wildhagen bewegen sich an der Schnittstelle von Realität und Abstraktion. Ihre bevorzugten Themen sind Landschaften, die oft in Mischtechnik abstrahiert dargestellt werden.
Frisches Brot zum Erntedank
Symphonie-Konzert der Extra-Klasse
Kunstausstellung im KlosterKunst im KlosterChorkonzert mit grandiosem TortenbuffetSanierungsarbeiten auf Bundesstraße 238Sanierung der Ortsdurchfahrt MöllenbeckWeihnachtsfeier
Konzert, Kaffee, Kuchen
„Herzpanik” im KlosterKunst im KlosterKinderaktionstag im Kieswerk
Das Artenschutzhaus der Firma Reese aus Möllenbeck in Stemmen ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Natur- und Artenschutz. (Foto: ste)

Neues Leben in altem Haus

Artenschutzhäuser eignen sich als Ausgleichsmaßnahmen zu Eingriffen in die Umwelt und bieten verschiedenen Tierarten Ersatzquartiere. Ein besonders gelungenes Artenschutzprojekt in Form eines solchen Hauses betreibt die Unternehmensgruppe Reese in Stemmen. Mit diesem zukunftsweisenden Projekt wird nicht nur ein neuer Lebensraum für teils bedrohte Tierarten geschaffen, sondern auch ein interaktives Bildungsangebot für Naturfreunde und Interessierte etabliert, welches ab sofort als virtueller Rundgang auch online erlebt werden kann. Der digitale Rundgang bietet detaillierte Einblicke in die architektonischen Maßnahmen und die ökologischen Konzepte des Projektes und somit einen barrierefreien Zugang zu jeder Jahreszeit, ohne das Brutgeschehen zu stören. Der Rundgang bietet darüber hinaus die Möglichkeit kontinuierlich Daten und Medien wie Videos hinzuzufügen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Informationstafel direkt vor dem Gelände, die fundierte Hintergrundinformationen zu den umgesetzten Maßnahmen und den fachlich spannenden Ergebnissen des laufenden Monitorings präsentiert. 2020 richtete die Kieswerks H. Pampel GmbH & Co. KG das Haus ein. Im Keller ist ein Winterquartier für Fledermäuse und Amphibien, Nisthilfen für Vögel und Insekten wurden im Restgebäude installiert. Begleitmaßnahmen waren eine Begrünung der Außenfassade sowie die Anlage einer Obstwiese. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Tiere das Angebot annehmen. Es konnten mindestens 21 Vogelarten nachgewiesen werden, für mindestens neun Fledermausarten konnte mithilfe von bioakustischen Erfassungen die Nutzung des Areals als Jagdhabitat und Quartier festgestellt werden. Die angelegten Gewässer auf dem umgebenden Gelände bieten dem in Niedersachen als gefährdet eingestuften Kammmolch einen geeigneten Lebensraum. Steinmarder und Waldkauz machen es sich im Schornstein gemütlich. Das Projekt, so heißt es vom Unternehmen, sei ein herausragendes Beispiel für praxisnahe, innovative Lösungen, die den Erhalt unserer Lebensräume fördern. Unter https://www.artenschutzhaus-stemmen.de hat man jetzt virtuelle Einblicke in das Haus und kann sich – ohne die Tiere zu stören – über den Mehrwert für den Naturschutz informieren.
Idyllische Wegeführung und zuverlässige Markierung sorgt für die Auszeichnung. (Foto: privat)

Ri 9: Die Kahlenberg-Route ist Qualitätswanderweg

Wandern liegt voll im Trend. Outdoorsportarten haben Konjunktur. Das konnte jetzt auch Matthias Gräbner als Geschäftsführer des Touristikverband Westliches Weserbergland (TWW) erfahren, als auf der Messe „TourNatur“ in Düsseldorf der Deutsche Wanderverband mehrere Qualitätswanderwege im Weserbergland auszeichnete. Dabei erhielt die Kahlenberg-Route (Ri9) zwischen den Rintelner Ortsteilen Möllenbeck und Krankenhagen zum ersten Mal die Urkunde „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland“ in der Kategorie „traumtour”. Der etwa 7,5 Kilometer lange Rundweg führt von Möllenbeck ins Nordlippische Bergland. Dabei verläuft die Route durch die charakteristische Kameslandschaft des Kahlenbergs, die durch Kies- und Sandabbau geprägt ist und bietet einzigartige Ausblicke sowie eine abwechslungsreiche Natur. Am Ende der Wanderung lädt der Möllenbecker Findlingsgarten mit Informationstafeln über die geologische Geschichte der Region zum Verweilen ein. Das Zertifikat „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ mit seinen Qualitätskriterien wurde vom Deutschen Wanderverband entwickelt, um den Wanderwünschen nach abwechslungs- und aussichtsreichen Wanderwegen in natürlicher Umgebung mit einer zuverlässigen Markierung und guter Infrastruktur am Wanderweg gerecht zu werden. Neben dem Fernwanderweg Weserbergland-Weg (XW) und der Drei-Burgen-Route (RI5), die beide ebenfalls erfolgreich rezertifiziert wurden, umfasst das Wanderangebot im Bereich der Stadt Rinteln mit der Kahlenberg-Route (Ri9) nun einen dritten Wanderweg, der ebenfalls den Anforderungen des Zertifikats „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ entspricht.
Wie fit man auf die 90 zugehen kann, das zeigt Heinz Schulz, der mit 17 in die Polyhymnia eintrat und mittlerweile 70 Jahre dabei ist.  (Foto: ste)

Lockere Probenabende mit klar definiertem Ziel

Aus der Pandemie ist der Gesangverein Polyhymnia aus Möllenbeck ohne nennenswerte Verluste herausgekommen und Vorsitzender Rainer Brückner beschwor auf der Jahreshauptversammlung auch den Zusammenhalt der Sängertruppe und lobte die große Unterstützung aus dem Dorf: „Wir haben 70 Förderer; das ist einfach Klasse!“ Allein, es fehlt an aktiven Männern. Während die Frauen immer zahlenmäßig stärker werden, sind die Männer nicht nur in der Unterzahl, sie scheinen auch „...Angst vor den Frauen“ zu haben, scherzte Brückner, der neuen Aktiven Mut machen wollte: „Singen ist gesund, das zeigt auch unser Sangesfreund Heinz Schulz, der dem Verein schon 70 Jahre treu ist!“ Unter der neuen Chorleiterin Rafaela Martens werden in der Polyhymnia auch neue Impulse gesetzt, was die Qualität des Chorgesangs angeht. Sie will mit Engagement und jeder Menge Spaß bei lockeren Probenabenden den Feinschliff des Gesangs verbessern und das funktioniert bislang auch prima. Und auch das Repertoire kann sich sehen lassen: „Nicht umsonst nennen wir uns auch PolyPOP“, so Brückner, weil man neben den Klassikern auch viel populäre Musik singt. Weitere Ehrungen sprach Brückner für Gudrun Strathe und Detmar Bode aus, die 30 und 52 Jahre im Verein sind. Karl-Heinrich Niehoff ist 50 Jahre dabei. Am 1. Samstag im März soll wieder das beliebte „Kränzchen” stattfinden und auch eine Fahrrad-Fahrt in den Mai ist geplant.
north