Schaumburger Wochenblatt

Am Wochenende ist Erntefest im Klosterdorf mit großem Umzug. (Foto: ste)

Drei Tage Ausnahmezustand

Vom 18. bis 20. September steht das Klosterdorf Möllenbeck wieder Kopf, wenn das traditionelle Ernte- und Dorfgemeinschaftsfest gefeiert wird. Besucher aus nah und fern erwartet ein abwechslungsreiches Programm voller Partystimmung, Musik und Brauchtum. Den Auftakt macht am Freitag, 18. September, ab 21 Uhr die große Ernteparty mit DJ „El Capitan“, der für beste Beats und volle Tanzflächen sorgt. Am Samstag, 19. September, gibt es einen bunten Kindertag am Nachmittag von 13 bis 16 Uhr und am Abend bringt ab 21 Uhr die Liveband „Prime“ das Festzelt bei der Zeltparty zum Beben. Das Herzstück des Erntefestes findet am Sonntag, 20. September, statt. Der Tag startet traditionell um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, gefolgt vom beliebten Katerfrühstück mit musikalischer Begleitung des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Möllenbeck. Um 14 Uhr startet der große Ernteumzug mit rund 15 liebevoll und kreativ gestalteten Erntewagen durchs Dorf (Aufstellung ab 13:30 Uhr am Sportplatz). Parallel dazu lädt ein großes Kuchen- und Tortenbuffet zum Schlemmen ein, bevor das Fest mit der traditionellen Ernterede am späten Nachmittag seinen feierlichen Ausklang findet.
Im Gastsaal des Kloster Möllenbeck findet noch an diesem und dem nächsten Wochenende eine Kunstausstellung statt.  (Foto: ste)

Kunstausstellung im Kloster

Die beiden Künstlerinnen Marion Niemeyer und Reni Vehrenkemper-Small zeigen im Gastsaal des Kloster Möllenbeck einen Querschnitt ihrer Werke. Geöffnet ist noch an diesem und dem nächsten Wochenende jeweils Samstag und Sonntag vom 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Gezeigt werden überwiegend Gemälde in Mischtechnik. Die Werke von Reni Vehrenkemper-Small stehen unter dem Motto „Mit Farbe und Fantasie“, die von Marion Niemeyer unter dem Motto „Natur im Fokus“. Ein kleiner Bestandteil der Ausstellung wird dem Thema Glas gewidmet. In einem Workshop am 1. August um 14 Uhr möchte die Künstlerin Marion Niemeyer Kinder animieren, selbst kleine Kunstwerke aus Glas zu erstellen, die entweder draußen in der Sonne leuchten oder drinnen als Fensterbild fungieren. Angesprochen sind Kinder aller Altersklassen mit oder ohne Vorkenntnisse. Für den Kinder-Workshop wird eine Spende erbeten.
Rassekaninchen im Kloster
Frisches Brot zum Erntedank
Symphonie-Konzert der Extra-Klasse
Kunstausstellung im KlosterKunst im KlosterChorkonzert mit grandiosem TortenbuffetSanierungsarbeiten auf Bundesstraße 238Sanierung der Ortsdurchfahrt MöllenbeckWeihnachtsfeier
Konzert, Kaffee, Kuchen
„Herzpanik” im KlosterKunst im Kloster
Das Artenschutzhaus der Firma Reese aus Möllenbeck in Stemmen ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Natur- und Artenschutz. (Foto: ste)

Neues Leben in altem Haus

Artenschutzhäuser eignen sich als Ausgleichsmaßnahmen zu Eingriffen in die Umwelt und bieten verschiedenen Tierarten Ersatzquartiere. Ein besonders gelungenes Artenschutzprojekt in Form eines solchen Hauses betreibt die Unternehmensgruppe Reese in Stemmen. Mit diesem zukunftsweisenden Projekt wird nicht nur ein neuer Lebensraum für teils bedrohte Tierarten geschaffen, sondern auch ein interaktives Bildungsangebot für Naturfreunde und Interessierte etabliert, welches ab sofort als virtueller Rundgang auch online erlebt werden kann. Der digitale Rundgang bietet detaillierte Einblicke in die architektonischen Maßnahmen und die ökologischen Konzepte des Projektes und somit einen barrierefreien Zugang zu jeder Jahreszeit, ohne das Brutgeschehen zu stören. Der Rundgang bietet darüber hinaus die Möglichkeit kontinuierlich Daten und Medien wie Videos hinzuzufügen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Informationstafel direkt vor dem Gelände, die fundierte Hintergrundinformationen zu den umgesetzten Maßnahmen und den fachlich spannenden Ergebnissen des laufenden Monitorings präsentiert. 2020 richtete die Kieswerks H. Pampel GmbH & Co. KG das Haus ein. Im Keller ist ein Winterquartier für Fledermäuse und Amphibien, Nisthilfen für Vögel und Insekten wurden im Restgebäude installiert. Begleitmaßnahmen waren eine Begrünung der Außenfassade sowie die Anlage einer Obstwiese. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Tiere das Angebot annehmen. Es konnten mindestens 21 Vogelarten nachgewiesen werden, für mindestens neun Fledermausarten konnte mithilfe von bioakustischen Erfassungen die Nutzung des Areals als Jagdhabitat und Quartier festgestellt werden. Die angelegten Gewässer auf dem umgebenden Gelände bieten dem in Niedersachen als gefährdet eingestuften Kammmolch einen geeigneten Lebensraum. Steinmarder und Waldkauz machen es sich im Schornstein gemütlich. Das Projekt, so heißt es vom Unternehmen, sei ein herausragendes Beispiel für praxisnahe, innovative Lösungen, die den Erhalt unserer Lebensräume fördern. Unter https://www.artenschutzhaus-stemmen.de hat man jetzt virtuelle Einblicke in das Haus und kann sich – ohne die Tiere zu stören – über den Mehrwert für den Naturschutz informieren.
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