Schaumburger Wochenblatt

Im Bereich K80 gab es laut Einsatzmeldung ein Großtier zu retten. (Foto: placeholder)

Feuerwehr im Einsatz – Rettung eines Großtieres auf der K80

In Möllenbeck musste die Feuerwehr am Mittwoch, 15. April, gegen 12.45 Uhr, zu einer Tierrettung ausrücken. Zwischen Möllenbeck und Krankenhagen, im Bereich K80 musste laut Einsatzmeldung, ein Großtier gerett werden. Weitere Details zu diesem Einsatz, welche Tierart, liegen nicht vor.
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Das Artenschutzhaus der Firma Reese aus Möllenbeck in Stemmen ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Natur- und Artenschutz. (Foto: ste)

Neues Leben in altem Haus

Artenschutzhäuser eignen sich als Ausgleichsmaßnahmen zu Eingriffen in die Umwelt und bieten verschiedenen Tierarten Ersatzquartiere. Ein besonders gelungenes Artenschutzprojekt in Form eines solchen Hauses betreibt die Unternehmensgruppe Reese in Stemmen. Mit diesem zukunftsweisenden Projekt wird nicht nur ein neuer Lebensraum für teils bedrohte Tierarten geschaffen, sondern auch ein interaktives Bildungsangebot für Naturfreunde und Interessierte etabliert, welches ab sofort als virtueller Rundgang auch online erlebt werden kann. Der digitale Rundgang bietet detaillierte Einblicke in die architektonischen Maßnahmen und die ökologischen Konzepte des Projektes und somit einen barrierefreien Zugang zu jeder Jahreszeit, ohne das Brutgeschehen zu stören. Der Rundgang bietet darüber hinaus die Möglichkeit kontinuierlich Daten und Medien wie Videos hinzuzufügen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Informationstafel direkt vor dem Gelände, die fundierte Hintergrundinformationen zu den umgesetzten Maßnahmen und den fachlich spannenden Ergebnissen des laufenden Monitorings präsentiert. 2020 richtete die Kieswerks H. Pampel GmbH & Co. KG das Haus ein. Im Keller ist ein Winterquartier für Fledermäuse und Amphibien, Nisthilfen für Vögel und Insekten wurden im Restgebäude installiert. Begleitmaßnahmen waren eine Begrünung der Außenfassade sowie die Anlage einer Obstwiese. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Tiere das Angebot annehmen. Es konnten mindestens 21 Vogelarten nachgewiesen werden, für mindestens neun Fledermausarten konnte mithilfe von bioakustischen Erfassungen die Nutzung des Areals als Jagdhabitat und Quartier festgestellt werden. Die angelegten Gewässer auf dem umgebenden Gelände bieten dem in Niedersachen als gefährdet eingestuften Kammmolch einen geeigneten Lebensraum. Steinmarder und Waldkauz machen es sich im Schornstein gemütlich. Das Projekt, so heißt es vom Unternehmen, sei ein herausragendes Beispiel für praxisnahe, innovative Lösungen, die den Erhalt unserer Lebensräume fördern. Unter https://www.artenschutzhaus-stemmen.de hat man jetzt virtuelle Einblicke in das Haus und kann sich – ohne die Tiere zu stören – über den Mehrwert für den Naturschutz informieren.
Idyllische Wegeführung und zuverlässige Markierung sorgt für die Auszeichnung. (Foto: privat)

Ri 9: Die Kahlenberg-Route ist Qualitätswanderweg

Wandern liegt voll im Trend. Outdoorsportarten haben Konjunktur. Das konnte jetzt auch Matthias Gräbner als Geschäftsführer des Touristikverband Westliches Weserbergland (TWW) erfahren, als auf der Messe „TourNatur“ in Düsseldorf der Deutsche Wanderverband mehrere Qualitätswanderwege im Weserbergland auszeichnete. Dabei erhielt die Kahlenberg-Route (Ri9) zwischen den Rintelner Ortsteilen Möllenbeck und Krankenhagen zum ersten Mal die Urkunde „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland“ in der Kategorie „traumtour”. Der etwa 7,5 Kilometer lange Rundweg führt von Möllenbeck ins Nordlippische Bergland. Dabei verläuft die Route durch die charakteristische Kameslandschaft des Kahlenbergs, die durch Kies- und Sandabbau geprägt ist und bietet einzigartige Ausblicke sowie eine abwechslungsreiche Natur. Am Ende der Wanderung lädt der Möllenbecker Findlingsgarten mit Informationstafeln über die geologische Geschichte der Region zum Verweilen ein. Das Zertifikat „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ mit seinen Qualitätskriterien wurde vom Deutschen Wanderverband entwickelt, um den Wanderwünschen nach abwechslungs- und aussichtsreichen Wanderwegen in natürlicher Umgebung mit einer zuverlässigen Markierung und guter Infrastruktur am Wanderweg gerecht zu werden. Neben dem Fernwanderweg Weserbergland-Weg (XW) und der Drei-Burgen-Route (RI5), die beide ebenfalls erfolgreich rezertifiziert wurden, umfasst das Wanderangebot im Bereich der Stadt Rinteln mit der Kahlenberg-Route (Ri9) nun einen dritten Wanderweg, der ebenfalls den Anforderungen des Zertifikats „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ entspricht.
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