„Kommunalpolitik ist keine Eintagesfliege, sie erfordert einen langen Atem”, hielt Klaus-Dieter Drewes am Ende seines Beitrages fest. Dies gilt sicherlich auch für den Bereich Haushalts-Sanierung und eng damit verbunden der Reform des Krankenhauswesens im Landkreis, wie der Kreisvorsitzende ausführte. Mit dem Projekt Gesamtklinikum Schaumburger Land habe man jetzt einen erfolgsversprechenden Weg eingeschlagen. „Reiner Opportunismus” sei der Umgang der Grünen mit dem Thema. Nach mehrjähriger konstruktiver Zusammenarbeit seien die Grünen im Kreistag mittlerweile auf die vorbehaltlose Unterstützung der Gegner des Klinik-Neubaus umgeschwenkt, so Drewes. Dies geschehe wider besseres Wissen. „Verantwortung sieht anders aus”, formulierte Drewes. Die CDU setze vorbehaltlos auf den Erhalt des Landkreises Schaumburg. Dazu sei allerdings eine weitere Intensivierung der freiwilligen interkommunalen Zusammenarbeit nötig. Hierfür gelte es auch einige SPD-geführte Kommunen im Landkreis zu gewinnen, die dieser Entwicklung noch nicht aufgeschlossen genug gegenüberstünden.
Die Schaumburger SPD müsse sich intensiver mit der demographischen Entwicklung im Landkreis auseinandersetzen, so Drewes. Bei den Sozialdemokraten bestehe die Tendenz, diese Entwicklung nicht ausreichend zur Kenntnis zu nehmen.
Fraktionssprecher Gunter Feuerbach wandte sich dem Bereich Schule und Bildung zu. Der Landkreis verfüge über ein „gut aufgestelltes, ausreichend differenziertes und begabungsgerechtes schulisches Angebot. „Wofür wir ganz und gar nicht stehen, das ist der immer wieder deutlich zu Tage tretende Wille unserer politischen Konkurrenten, dieses differenzierte Angebot durch eine Einheitsschule zu ersetzen”, formulierte Feuerbach. Von Ideologie geleitet, würden diese einseitig ausschließlich auf die IGS setzen. Ein „Aufschrei der Gesamtschulideologen” sei bereits vorhersehbar, wenn die neueingerichteten stark berufsorientierten Oberschulen von Eltern und Schüler gut angenommen würden. Dann würden rasch Forderungen entstehen, auch den Gesamtschulen die gleiche Förderung im Bereich der Berufsorientierung zuzugestehen. „Nicht mit uns, wir stehen für ein differenziertes, lokales, regionales Angebot”, so Feuerbach, zu dem die IGS gehörten aber eben auch die Gymnasien und Oberschulen. Die CDU werde den Landkreis künftig mehr unter dem Blickwinkel von vier Bildungsregionen betrachten, die jeweils mit dem Angebot der drei unterschiedlichen Schulformen ausgestattet sind.
Nach dem Abschluss der Sekundarstufe I könnten die Schüler im Landkreis zwischen acht differenzierten Oberstufenangeboten wählen, hinzu komme die Möglichkeit zur Fachhochschulreife. Es bestehe kein Bedarf dieses „vorzügliche Angebot” weiter auszuweiten, so Feuerbach. Als weitere wichtige Themen sprach Feuerbach vor rund 70 CDU-Mitgliedern die Begleitung der Übernahme des Job-Centers, die Förderung des Ehrenamtes und den Aufbau einer „selbstversorgenden Energieregion” an.Foto: bb