Bei den Planungen zur Umgestaltung der Staatsrat-Lorenz-Straße würden die Möglichkeiten geprüft, möglichst viele der dortigen Bäume zu erhalten, wie Bürgermeister Oliver Theiß erklärte. Inwiefern dies gelingen könne, sei jedoch noch nicht absehbar, so Theiß zu einer Gruppe von Anwohnern bei einem Austausch im Rathaus.
Die Planungen für die Erneuerung der Kanalisation in der Straße stehen noch ganz am Anfang, die Anwohnerinitiative wird das Verfahren aber offenbar ganz genau verfolgen. Unter dem Motto „Pflanzen und pflegen statt fleddern und sägen“ setzt sie sich für den Erhalt der Allee ein (wie berichtet). Sie suchte nun erneut den Austausch mit dem Bürgermeister, aus der Befürchtung heraus, dass doch eine Vielzahl der Bäume gefällt werden soll.
Zwar seien erste Vermessungsarbeiten bereits vorgenommen worden, ansonsten stehe man jedoch noch immer ganz am Beginn des Verfahrens, wie Bürgermeister Oliver Theiß betonte. Insofern könne er wenig über konkrete Einzelheiten informieren. Grundsätzlich bestehe jedoch für die Verwaltung das Ziel, möglichst viele Bäume zu erhalten. Die Planungen seien allerdings von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig, so dass nicht absehbar sei, inwiefern dies gelingen könne. Unstrittig sei, dass das Kanalsystem in der Staatsrat-Lorenz-Straße erneuert werden müsse. Technische Gegebenheiten, Untergrund, die Notwendigkeit von Maschineneinsatz würden im Vorlauf keinerlei Einschätzung zulassen, wie viele Bäume erhalten werden könnten. Jedenfalls werde das Planungsbüro beauftragt, verschiedene Varianten auszuarbeiten, mit der Zielsetzung, Fällungen möglichst weitgehend zu vermeiden.
Eberhard Greuel, Mitwirkender in der Initiative, erklärte, dass ein Telefongespräch mit Bauamtsleiter Leon Herlt in ihm die Befürchtung verstärkt habe, letztlich würden doch viele der Bäume an der Straße gefällt werden. Herlt habe auf die Notwendigkeit hingewiesen, große Maschinen zum Einsatz zu bringen.
Der Bürgermeister erklärte, dass die Verwaltung bereit sei, auch Vorschläge von Fachleuten, die der Initiative bekannt seien, in Erwägung zu ziehen. Zudem nehme er aus dem Gespräch die Anregung mit, eventuell eine „klassische Gestaltung“ der Straße mit Bürgersteigen zu wählen. Die Initiative sieht einen Aufbau wie in der Adolf-Schweer-Straße in der Nachbarschaft kritisch, dort ist eine ebene Fläche ohne höher gelegene Bürgersteige geschaffen worden.