Das Begegnungsbüro der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Stadthäger Weststadt kann seine Tätigkeit im Bereich Integration und Stärkung des Zusammenhalts im Viertel dank eines städtischen Zuschusses bis zum Jahresende fortführen. Damit diese Überbrückung nicht nur eine Galgenfrist bleibt, haben AWO und Stadt eine Reihe von Anträgen auf den Weg gebracht, um anschließend erneut eine längerfristige Förderung zu erreichen.
„Es war Anfang Juni noch nicht klar, dass wir nun im August wieder die Türen öffnen können“, erklärte Heidemarie Hanauske, Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes Schaumburg. 2017 hatte das Büro auf dem Gelände des Gewerbeparks in der Gubener Straße seine Arbeit aufgenommen. Zunächst hatte die AWO die Finanzierung durch eine Landesförderung sichergestellt, anschließend die Stadt diese durch Förderungen aus dem Integrationsfonds des Landes fortgeführt. Weil diese auslief, stand die Zukunft des Büros auf der Kippe. Der Stadthäger Rat beschloss auf seiner Sitzung im Juni, das Büro mit einem Zuschuss von 40.000 Euro direkt aus der Stadtkasse zu unterstützen. Hinzu kommen Mittel des AWO-Kreisverbandes, so dass das Büro seine Arbeit zunächst bis Ende 2026 fortführen kann.
So laufen nun wieder Aktivitäten im Begegnungsbüro, vom Deutschkurs, über Bewerbungsberatungen und Flüchtlingssozialarbeit bis hin zu verschiedensten Treffs, Informationsveranstaltungen und vielem weiterem mehr. Es ist die intensive Nutzung der Angebote im Büro und der Bedarf an Unterstützung, der den Rat zu der Entscheidung brachte, die Finanzierung übergangsweise aus Eigenmitteln zu stemmen.
Heidemarie Hanauske, Büroleiterin Christina Allard-Kopplin und Stephan Hartmann, Leiter des Fachbereiches Integration der AWO, zeigten sich zuversichtlich, eine neue Förderung ab 2027 zu erhalten. Immerhin sind Stadt und AWO dabei, einen Antrag beim Amt für Migration und Flüchtlinge sowie zwei beim Land, eventuell noch einen weiteren auf den Weg zu bringen. Eine Fortsetzung des Berichts folgt in der nächsten Ausgabe.