Möglich wurde dies durch die Aufnahme als so genannte „JeT”-Partnerschule (Jugend entdeckt Technik) und damit verbundene Geldgaben. Die IGS Rodenberg nimmt damit eine Vorreiterrolle ein, denn sie ist die bislang einzige Schule im Landkreis in diesem landesweit betriebenen Projekt.
„JeT” - Jugend entdeckt Technik - ist eine Initiative des Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Landesschulbehörde. Unterstützt wird „JeT” unter anderem im Rahmen der Innovationsförderung des Landes Niedersachsen von der Stiftung Zukunfts- und Innovationsfonds Niedersachsen. Unter dem Motto „selber machen, selber erleben” sollen Jugendliche Technik kennen lernen. Besonderer Wert wird dabei auf den intensiven Austausch zwischen Schule und Wirtschaft gelegt, auch um auf lange Sicht den bestehenden Fachkräftemangel im Handwerk zu überwinden. Am besten könne man junge Menschen für Technik begeistern, indem sie selber etwas ausprobieren können, so Uwe Groth, Vorsitzender des VDI-Landesverbandes.
Der Weg hin zur „JeT”-Partnerschule wurde maßgeblich von Jochen Göhler-Jetschmann geebnet. Der Lehrer hatte bereits an der IGS Kronsberg in Hannover enge Kontakte zu Groth und dem „JeT”-Projekt. Den Motivationsschub, den die Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichsten Bereichen der Technik in seiner ehemaligen Schule erfahren haben, möchte Göhler-Jetschmann jetzt auch für die Rodenberger Schüler bewirken. Für die jungen Forscher an der IGS Rodenberg gibt es jetzt zwei Möglichkeiten, Technik auf besonders spannende Art und Weise kennen zu lernen: Entweder als Schüler in einem Technik-Wahlpflichtkurs der siebten Jahrgangsstufe oder als Mitglied einer Arbeitsgemeinschaft in Klasse 6.
6000 Euro hat „JeT” beigesteuert. Geld genug, um drei Schränke voll mit „Mindstorms education”- Bausätzen aus dem Hause Lego anzuschaffen. Jeweils 1000 Euro haben die Bürgerstiftung Schaumburg und der Förderverein der Schule obendrauf gelegt. „Jetzt haben wir für alle Schüler genügend Arbeitsmaterial zur Verfügung”, freuen sich Schulleiterin Brigitte Naber und Fachlehrer Göhler-Jetschmann. Jeweils zwei Schüler teilen sich einen Bausatz und sind damit in der Lage, einen fahrbaren Roboter herzustellen, der nach Einspeisung selbst konzipierter Steuerungsprogramme verschiedene Aufgaben erledigen kann.
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