Und die demonstrierten gleich zu Beginn der Zusammenkunft ein fast erstaunliches Maß an Solidarität bei einem landläufigt recht sensiblen Thema: Der Mitgliedsbeitrag wurde nach einstimmigem Votum von 15 auf 20 Euro erhöht, gültig ab 2013. Warum das tatsächlich vonnöten sei, hatte Anne-Marie Strüve zuvor erläutert. Allein mehr als zehn Euro von den bisherigen 15 wanderten stets als Abgaben an den Kreis- und den Landesverband. Zudem hätten alle anderen Vereine im Kreis ihre Beiträge aus den nämlichen Gründen schon lange erhöht.
Auf eine erfreulich stabile Bilanz konnte Anne-Marie Strüve in Sachen Mitgliederbestand verweisen: Acht Austritten standen im vergangenen Jahr 19 Neuaufnahmen gegenüber. Die anwesenden Neumitglieder wurden im Baxmannsaal mit herzlichem Applaus persönlich begrüßt. Insgesamt gehören dem Verein derzeit 331 Frauen an - unterm Strich zehn mehr als im vergangenen Jahr.
Der Jahresbericht von Erika Edeler und Heidrun Kuhlmann, diesmal mit einer kleinen Dia-Schau verdelt, bestätigte einmal mehr, dass der Landfrauenverein auch 2011 wieder ein gleichermaßen informatives wie auch unterhaltsames Programm aufzuweisen hatte. Und bei den meisten Vortragsveranstaltungen, deren Substanz Erika Edeler noch einmal ausführlich revue passieren ließ, konnte erneut eine sehr gute Resonanz verzeichnet werden. Zu den meist frequentierten Highlights zählten unter anderem der Neujahrsempfang, die Adventsfeier sowie der Adventsgottesdienst in der Nikolai-Kirche mit Heidrun Kuhlmann.
Die Frühlings- und Sommer-Zeit war für die Landfrauen Reise-Zeit, wobei Organisatorin Heide Paulig wieder einmal ganze Arbeit geleistet hatte. Auch im laufenden Jahr sind wieder zahlreiche kleinere und größere Ausflüge geplant.
Als besondere Freude empfanden die Vereins-Vorsitzenden auch in diesem Jahr ihre Aufgabe, einige besonders treue Mitglieder zu ehren. An erster Stelle genannt wurde dabei eine (leider nicht anwesende) Dame, die dem Verein bereits seit 60 Jahren angehört: Erna Koch aus Welsede.
Seit 40 Jahren sind Anneliese Bartling (Fischbeck) und Luise Wolter (Möllenbeck) dabei, seit 25 Jahren Luise Dohme (Großenwieden), Hildegard Hartmann (Krankenhagen), Heidrun Kuhlmann (Borstel), Ruth Lange (Zersen), Bärbel Langemann (Borstel), Andrea Meier (Wickbolsen), Heidrun Schmidt (Zersen) und Marga Schnadt aus Heßlingen. -
Nach der Abwicklung der offiziellen Tagesordnung und der Kaffeepause wartete dann noch ein interessanter Vortrag auf die Versammlungs-Teilnehmerinnen: Uda von der Nahmer, die Äbtissin des Stifts Fischbeck, sprach zum Thema „Stift Fischbeck - christliche Lebensgemeinschaft von Frauen - gestern und heute”. Dabei entpuppte sich vor allem die persönliche Vita der Klosterleiterin als besonders ungewöhnlich: Die studierte Kulturanthropologin, gebürtige Ostfriesin und alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen, war gleichsam als Seiteneinsteigerin vor rund vier Jahren nach Fischbeck gekommen, nachdem sie sich in ihrem „zivilen” Leben bereits im Ruhestand befunden hatte. Foto: km