BAD NENNDORF (Ka). Große Aufregung regierte am Sonnabend-Mittag in der Bad Nenndorfer Fußgängerzone. Aus einem Fenster über der Sparkasse stieg dichter Rauch auf. Mehr als 40 ehrenamtliche Feuerwehrleute waren mit sechs Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Dieses beängstigende Bild versetzte die Bürger in Schrecken. Was in der Realität ein Horrorszenario wäre, entpuppte sich glücklicherweise „nur” als eine ernstzunehmende Übung.
Bei der nicht öffentlich bekannten Alarmübung, wurde ein Feuer im Laborbereich einer Arztpraxis simuliert. Mindestens fünf Personen sollten sich in den Praxisräumen aufhalten.
Die integrierte Rettungsleitstelle Schaumburg-Nienburg alarmierte daraufhin die Feuerwehren Bad Nenndorf, Riepen und Helsinghausen-Kreuzriehe. Trupps unter Atemschutz drangen in das Gebäude ein, um die eingeschlossenen Personen zu retten.
Für die Rettung aus dem ersten Obergeschoss wurde eine Drehleiter vor dem Gebäude in Stellung gebracht. Parallel zur Menschenrettung bauten weitere Einsatzkräfte die Wasserversorgung aus den Fahrzeugen und aus einem Hydranten auf. Ein Lüfter beförderte zusätzlich den Rauch ins Freie. Die Freiwillige Feuerwehr aus Riepen unterstützte den Einsatz mit Atemschutzgeräteträgern und die Feuerwehrkameraden aus Helsinghausen/Kreuzriehe errichteten ein Zelt, um die eingesetzten Trupps mit neuer Atemluft und Getränken zu versorgen.
Nach der einstündigen erfolgreich abgeschlossenen Aktion folgte ein Rundgang der beteiligten Einsatzkräfte durch die Arztpraxis, die aus acht Räumen besteht.
Mit der Übung sollten nach Umgestaltung der Fußgängerzone auch die Anfahrtswege und die Aufstellmöglichkeit für die Drehleiter geprüft werden. Der Praxistest zeigte, dass sich einige der Poller mit den Dreikantschlüsseln der Feuerwehren nicht mehr umklappen ließen.
Die Einsatzkräfte fuhren über die Kurhausstraße an. Im Ernstfall wäre bei der Anfahrt über die Hauptstraße wertvolle Zeit verloren gegangen.
Ein besonderer Dank galt abschließend der Sparkasse Schaumburg mit dem stellvertretenden Leiter Matthias Mühlenhoff, der die leerstehenden Räume zur Verfügung stellte und zusätzlich Getränke spendete. Foto: ka