Auf die Idee war Kindergruppen-Leiterin Ines Rahn-Weiser im Verlauf eines Nabu-Seminars vor einigen Monaten gekommen. Sofort orderte sie vom Landesverband die vorgefertigten Betonhöhlen, die jeweils paarweise an langen Brettern angebracht sind. Diese müssen nur noch unter einem Dachvorsprung oder im Winkel eines Stalls befestigt werden. Mit ein wenig Glück nehmen die mitunter akrobatisch wirkenden Vögel die Quartiere an.
Erste Erfolge melden zwei Einwohner von Kleinhegesdorf. Für die dortige Rauchschwalbenpopulation übernahmen Marlies Robitzsch und Ines Timler zwei Nisthilfen, die in einem Pferdestall ihren Zweck erfüllen. In Rodenberg gingen vier Kästen an den Eigentümer eines Mietshauses, dessen Außenwand offenbar für den Nistbau ungeeignet war: Verzweifelte Versuche der Schwalben fielen jeweils ab; die Anwohner beklagten sich über den Schmutz. Die künstlichen Nester, die um ein Kotbrett ergänzt werden, sollen nun Abhilfe schaffen.
„Schöne Beispiele”, teilte jetzt Nabu-Vorsitzender Kai Kietzke mit, „gab es auch in Schmarrie und Apelern”. Dort habe es zwar immer eine Schwalbenbrut gegeben; doch Sperlinge seien offenbar schneller gewesen und hätten sich die Nester erobert: „Unsere Kästen helfen nun dabei, dass alle wieder einen Platz finden.” An zwei Häusern in Lauenau sind inzwischen ebenfalls Nisthilfen angebracht worden, um damit in Zukunft Mehlschwalben anzulocken. Einige vom Nabu Rodenberg finanzierte Kästen sind sogar nach Stadthagen und Bergkirchen gegangen. Dort musste, wie Kietzke ergänzte, „kurzfristig geholfen werden”. Vom Erfolg der Schwalbenaktion seiner Gemeinschaft berichtete Kietzke auch im Rahmen eines Besuchs der Kindergruppe am Nabu-Biotop bei Altenhagen II. Danach gingen die Mädchen und Jungen auf eigene Entdeckungstour auf dem Gelände. Mit Erfolg: Sie stellten Mauereidechsen an der Bank und am Insektenhotel fest.